Exportwahn ohne Grenzen
(Bonn, 22.03.2011) Die aktuellen Zahlen für europäische Fleischexporte 2010 brechen alle Rekorde. Allein die Geflügelexporte stiegen um 25 Prozent auf 1,3 Millionen Tonnen. Deutschlands Fleischexporte in Drittstaaten stiegen zwischen 8 Prozent bei Geflügel und 17 Prozent bei Schweinefleisch. Hinter den trockenen Zahlen versteckt sich nach Recherchen des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED) auch die massenhafte Ausfuhr von Fleischresten nach Afrika. Im Interview spricht EED-Agrarhandeslexperte Francisco Marí über Hintergründe und Zusammenhänge.
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“Nie wieder Weltmeister?! Alternativen zur exportorientierten Handelspolitik”
(Berlin, 26.11.2010) Die Nichtregierungsorganisation WEED (World Economy, Ecology & Development), die seit 1990 zu den sozialen und ökologischen Auswirkungen der Globalisierung arbeitet, veranstaltete Anfang November in Berlin eine Tagung mit über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu Alternativen zur exportorientierten Handelspolitik. Die Tagung fand am 5. und 6.November in Berlin statt.mehr
EU schickt immer noch "chicken"
(Bonn, 27.10.2010) Die EU-Geflügelexporte nach Westafrika wachsen nach Medienberichten weiterhin massiv an. Vor Ort schädigen die Dupmingexporte die Geflügelmärkte der Importländer und führen zur Ausweitung des Fleischschmuggels. Der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) in Bonn fordert von der EU eine Exportregulierung, damit Geflügelproduktion und
Geflügelmärkte in Westafrika nicht noch weiter zerstört werden.mehr
“Fleisch im Überfluss!? – Wie die industrielle Fleischproduktion in der EU die Märkte in den ärmsten Ländern zerstört”
Im Rahmen seiner Besuchsreise nach Deutschland, nahm Dr. King-David Amoah (Ghana), Vorsitzender von ECASARD (Ecumenical Association for Sustainable Agriculture and Rural Development), einer Partnerorganisation des EED, am 22.09.2010 als Hauptreferent an einem Informationsabend der Bürgerinitiative Billerbeck (BIB) zum Thema “Fleisch im Überfluss!?mehr
Bürgerrechtler aus Kamerun verurteilt - Bernhard Njonga erfuhr vom Urteil beim Evangelischen Kirchentag
(Bremen, 22.05.2009) Wegen seiner Teilnahme an einer Demonstration gegen Korruption ist der kamerunische Bürgerrechtler Bernard Njonga am Freitag zu zwei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. „Die Regierung will uns zum Schweigen bringen“, sagte Njonga auf dem Evangelischen Kirchentag in Bremen. Er ist der Präsident von ACDIC, der größten westafrikanischen Bürgerbewegung, die 10.000 Landwirte und Verbraucher vertritt.mehr
Hühner für Afrika
(Baden-Baden, 03.04.2009) Arte Dokumentation über den "Unsinn des globalen Handels" am 7. April, 22:30 Uhrmehr
Afrikanische Geflügelverbände und EED auf der World Poultry Show in Hannover
(Hannover, 31.03.2009) Vertreter von Geflügelverbänden aus 5 afrikanischen Ländern kamen auf Einladung des EED im November 2008 nach Hannover, wo im Rahmen der EUROTIER Messe die World Poultry Show stattfand. Auf einem gemeinsamen Stand und in gemeinsamen Veranstaltungen haben sie auf den unfairen Handel mit Fleischresten aus Europa aufmerksam gemacht. mehr
Brasilianische Kleinbauern kritisieren Geflügelexporte nach Afrika
(Belém/Bonn, 30.01.2009) Die brasilianische Kleinbauernorganisation ASSESOAR hat zusammen mit afrikanischen Bauernvertretern die Folgen der weltweiten Exporte von Geflügelresten nach Afrika kritisiert. Auf dem 9. Weltsozialforum in Belém diskutierten sie auf Einladung des EED Maßnahmen und Forderungen zum Stopp einer solchen Resteverwertung auf Kosten der afrikanischen Produzenten.mehr
EED-Partner und „Brot für die Welt“-Mitarbeiter in Kamerun festgenommen
(Bonn/Stuttgart, 11.12.2008) Die Polizei im zentralafrikanischen Kamerun hat gestern Morgen in der Hauptstadt Jaunde eine Demonstration gegen Korruption im Landwirtschaftsministerium gewaltsam aufgelöst. Derzeit befinden sich noch sechs Personen in Polizeigewahrsam, darunter der Präsident der EED-Partnerorganisation Association Citoyenne de Défense des Intérêts Collectifs, Bernard Njonga. [Update: Die Verhafteten befinden sich mittlerweile wieder alle auf freiem Fuß.] Der EED und „Brot für die Welt“ fordern ihre Freilassung und die Wiederzulassung ihrer Aktivitäten.mehr
„Mörderische Subventionen“ bekommt Mainzer Journalistenpreis
(Bonn, 25.11.2008) Die Stiftung Presseclub Mainz hat gestern den Film "Mörderische Subventionen" von SWR-Redakteur Thomas Reutter mit dem Mainzer Journalistenpreis ausgezeichnet. Der EED hatte den Beitrag zur Auszeichnung vorgeschlagen. Er zeigt anschaulich, wie europäische Schweinefleischexporte – teilweise mit Hilfe von Exportsubventionen verbilligt - die Armut in afrikanischen Ländern verschärfen.mehr
Ungerechter Geflügelhandel bedroht Ernährungssicherheit Afrikas
(Hannover, 13.11.2008) Fünf Vertreterinnen und Vertreter afrikanischer Geflügelproduzenten machen auf der Messe EUROTIER vom 11. bis 14. November in Hannover auf die Situation der Geflügelproduzenten in ihren Heimatländern aufmerksam. Gemeinsam mit dem EED betonen sie die Mitverantwortung der europäischen Geflügelwirtschaft für die Importflut von Hähnchenteilen aus Europa, die afrikanische Geflügelhalter ruiniert. Sie suchen nach Möglichkeiten der konstruktiven Zusammenarbeit.mehr
ARD Weltspiegel berichtet über die Hintergründe der Importflut von Hähnchenteilen nach Ghana
(30.05.2008) Der Export von Fleischresten aus der EU nach Afrika hat 2007 einen neuen traurigen Rekord erreicht. Mehr als 300.000 Tonnen Geflügel- und Schweinefleisch wurde zu Dumpingpreisen von 50 Cent pro Kilo nach Westafrika exportiert. Während angeblich überall die Landwirte von höheren Lebensmittelpreisen profitieren, trifft das auf die afrikanischen Kleinbauern nicht zu.Warum das so ist und welche Folgen das hat, wird die ARD in einem Beitrag am Sonntag 1. Juni 2008 in der Sendung „Weltspiegel“ um 19.10 Uhr am Beispiel Ghana erläutern.
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Hühnerexporte: IWF und EU erpressen ghanaische Regierung
(16.08.2007) Ghanas Schutzversuche gegen Billigimporte von Hühnerresten aus der EU scheitern am Druck der internationalen Gebergemeinschaftmehr
Filmpremiere der Dokumentation über die Hähnchenkampagne im Europaparlament
(16.01.2007) Der internationale Filmemacher Marcello Faraggi hat mit Förderung des Evangelischen Entwicklungsdienstes eine Dokumentation über die Folgen der massiven Exporte von Geflügelfleisch nach Afrika und über die erfolgreiche gemeinsame Kampagne europäischer und afrikanischer NGO dagegen gedreht.mehr
"Fleisch-Dumpingverbot auf Exporteure ausweiten"
(21.09.2006) Der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) begrüßt die politische Initiative von Agrarminister Horst Seehofer und Wirtschaftsminister Michael Glos zur Verschärfung des Verbots von Dumping bei Lebensmitteln. Danach sollen Waren von Unternehmen mit großer Marktmacht auf Dauer nicht unter dem Einstandspreis angeboten werden dürfen, um den Handel mit verdorbenem Fleisch zu unterbinden.mehr
Gammelfleisch: Gut genug für die Armen?
(13.09.2006) Der EED wendet sich gegen Fleischdumping auf den Inlands- und Auslandsmärkten und fordert Regelungen beim Handel mit Tiefkühlfleisch und "Schlachtabfällen".mehr
WTO: Märkte nicht mit der Brechstange öffnen
(30.06.2006) EED fordert EU auf, den Entwicklungsländern bei WTO-Verhandlungen entgegenzukommen.mehr
Vogelgrippe: Probleme nicht auf Kosten Afrikas lösen
(31.03.2006) Die EU-Kommission gefährdet die afrikanische Wirtschaft durch die weitere Subventionierung von Hähnchenfleischexporten. Der EED hat entwicklungspolitische Bedenken.mehr
Kamerun: Keine Chicken schicken
Im Projekt des Monats April 2006 wird die EED-Partnerorganisation Association Citoyenne de Défense des Intérêts Collectifs (ACDIC) vorgestellt.mehr
EED-Partner wird Sozialer Unternehmer des Jahres
(02.01.2006) Bernard Njonga, Generalsekretär des Kameruner Unterstützungsdienstes für Lokale Entwicklungsinitiativen (SAILD), wurde als Sozialer Unternehmer Kameruns des Jahres 2005 ausgezeichnet.mehr

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