Ein anderes Rio ist möglich
Bereits vor dem Ende des Sozialforums im brasilianischen Porto Alegre ist klar: Die Zivilgesellschaft der Welt will eine andere Rio+20-Konferenz als bislang von den Vereinten Nationen geplant. Partnerorganisationen des Evangelischen Entwicklungsdienstes forderten während des Forums, andere Schwerpunkte zu setzen und in der offiziellen Erklärung zu Rio+20. Themen wie Menschenrechte, Gerechtigkeit und kleinbäuerliche Landwirtschaft soll in den Vordergrund rücken. "Die Vorbereitungen zur Rio+20-Konferenz stehen bislang unter einem ungünstigen Stern: dem der Green Economy", sagt EED-Nachhaltigkeitsexperte Michael Frein. "Die Weltwirtschaft soll grüner, die natürlichen Ressourcen sollen effizienter genutzt werden, an der weltweiten Ungerechtigkeit soll sich aber anscheinend nichts ändern."mehr
Porto Alegre, 23.01.2012
Globalisierungskritik in Grün
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Aktuelle Eindrücke aus Porto Alegre im EED-Blog
Aktuelle Bilder aus Porto Alegre im EED-Flickr-Stream
Berlin, 21.01.2012
23.000 Menschen demonstrieren für neue Agrarpolitik
Mehrere tausend Menschen haben zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin für einen Kurswechsel in der Agrarpolitik demonstriert. An dem Protestzug zum Kanzleramt unter dem Motto "Wir haben es satt" nahmen am Samstag rund 23.000 Menschen teil. Sie forderten eine ökologischere und gerechtere Landwirtschaft."Die EU muss die Länder des Südens darin bestärken, ihre eigene Produktion aufzubauen und durch Zölle zu schützen", forderte EED-Vorstand Claudia Warning. "Der Hunger lässt sich nur dort bekämpfen, wo er herrscht!"
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Bonn, 17.01.2012
Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig - Ökumenischer Neujahrsgottesdienst
Der gemeinsame Neujahrsgottesdienst von Misereor und Evangelischem Entwicklungsdienst in der Bonner Münsterbasilika stand am 16.01.2012 unter der Jahreslosung "Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig" aus 2. Korinther 12 Vers 9. Kyrillos William, Bischof der Diözese Assiut in Oberägypten, predigte zu diesem Wort Jesu und berichtete, wie es Menschen in Ägypten, die sich für Frieden und Versöhnung zwischen Christen und Muslimen einsetzen, Kraft gibt.Bonn / Abuja, 13.01.2012
Nigeria vor Eskalation des Konflikts
Die anhaltenden Gewaltausbrüche in Nigeria führen zu einer Destabilisierung des politischen Systems im Land. Der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) warnte in Bonn vor einer Instrumentalisierung der Religionen im Konflikt und rief alle Parteien zu strikter Gewaltenthaltung auf. "Die sich vermengenden sozialen, politischen, ökonomischen und religiösen Konflikte müssen auf Basis der Menschenrechte und der Demokratie im Land gelöst werden", so Katja Hansen, Nigeria-Referentin im EED.mehr
Bonn / Berlin, 12.01.2012
Richtfest für das neue Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung in Berlin
Heute fand in Bundeshauptstadt das Richtfest für das neue Gebäude des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung in Berlin Mitte statt. Diakonie-Präsident Johannes Stockmeier, Tilman Henke, Vorstand des Evangelischen Entwicklungsdienstes, und der Polier Mathias Lonn von der Hochtief Solutions AG weihten mit dem Richtkranz das Gebäude an der Caroline-Michaelis-Straße 1 ein. Der sechsstöckige Rohbau für das neue Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung soll bis zum Frühsommer komplett fertig werden. Im Oktober 2012 nehmen dann unter dem Dach des neuen Werkes die Diakonie Deutschland und das neue "Brot für die Welt" ihre Arbeit in Berlin auf.Genf / Abuja, 02.01.2012
Gewaltsame Landkonflikte fordern in Nigeria weitere Opfer
Nigeria ist zum Jahreswechsel erneut von Unruhen erschüttert worden. Bei Kämpfen zwischen verfeindeten ethnischen Gruppen im Osten des Landes wurden mindestens 50 Menschen getötet. Diese erneute Auseinandersetzungen haben ihre Ursache in Landkonflikten und hängen nicht mit der islamistischen Gruppe "Boko Haram" zusammen.Nachdem am ersten Weihnachtstag mehr als 40 Menschen bei Anschlägen auf Kirchen ums Leben gekommen waren, hatte Präsident Jonathan hatte am Samstag in Teilen der Bundesstaaten Yobe, Borno, Plateau und Niger den Notstand ausgerufen. Die islamistische Terrorgruppe „Boko Haram“ hatte sich zu den Anschlägen bekannt. Bei einer Ansprache in der Nähe von Abuja kündigte Jonathan an, die Gruppe zu „vernichten“. Der Auslandsbischof der Evangelische Kirche in Deutschland, Martin Schindehütte, äußerte in einem Brief an Yusuf Wushishi, den Generalsekretär des Christlichen Rates, die Hoffnung, dass die Kirchenführer ein Beispiel für die Überwindung von Gewalt sein mögen: „Wir beten für die Kirchenführer in Nigeria – möge Gott Ihnen helfen, ein Beispiel für die Überwindung von Gewalt in ihrer Gesellschaft zu sein.“
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Last Update: 27.01.2012 22:52:24 |
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