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Themenheft

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Neun Beispiele für gemeinwesenbasierte Empowerment-Prozesse
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Zukunftsfähiges Deutschland

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Eine Zusammenfassung der Studie "Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt"
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50 Jahre Dienste in Übersee

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22 Porträts von ehemaligen oder noch in Übersee tätigen Fachkräften
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Was der Krieg uns lehrte


Überlebensstrategien von Handwerk und Gewerbe in der Krisenregion Ostkongo
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Die Förderung von Handwerk, Kleingewerbe und Berufsbildung gehörte lange Zeit auf dem afrikanischen Kontinent zu den bevorzugten Bereichen deutscher Entwicklungshilfe, auch aus der Sicht der Kirchen. Seit einigen Jahren vollzieht sich eine allmähliche Veränderung, die der politischen Entwicklung in Afrika geschuldet ist: In gut zwei Dutzend afrikanischer Staaten herrschen Krieg, Bürgerkrieg oder ethnische Konflikte. Krisenhilfe und Friedensarbeit rücken zunehmend in den Vordergrund, Handwerks- und Gewerbeförderung dagegen scheinen in Krisenzeiten an Bedeutung zu verlieren.

Der EED unterstützt in einigen Krisenregionen Afrikas Projekte und Programme der Berufsbildung und Handwerkerförderung - so auch in den Kivu-Provinzen im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Am Beispiel der Stadt Goma untersucht Maria Baier-D'Orazio die Bedeutung von Handwerk und Kleingewerbe. Unterstützt wurde sie vor Ort von zwei Partnerorganisationen des EED: von APIBA (Association d'appui aux initiatives de base), einer Organisation der Handwerks- und Gewerbeförderung in Goma und von CAPA (Centre d'apprentissage professionnel et artisanal), einer berufsbildenden Institution aus Bikavu.

Die Erkenntnisse aus dieser Untersuchung belegen, dass dem lokalen Gewerbe gerade in Krisenzeiten eine besondere Rolle zukommt. Wenn große Privatunternehmen schließen, Behörden funktionsunfähig werden und keine Löhne und Gehälter mehr zahlen, bietet das lokale Kleingewerbe meist die einzige Überlebensmöglichkeit für die Bevölkerung. In Notzeiten entwickeln viele Gewerbetreibende einen besonders kreativen Unternehmergeist. Das Handwerk kann dabei eine wichtige Rolle bei der Integration ehemaliger Kämpfer in das Zivilleben spielen. Mit einem integrierten Ansatz der Berufsausbildung, der auch die soziale und psychologische Ebene mit einbezieht, können Stabilität und positive Lebensperspektiven eröffnet werden. Der EED veröffentlicht diese Studie um seine Erfahrungen zur Diskussion zu stellen.


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