Destination Entwicklung
Um einen anderen Menschen zu verstehen, musst Du drei Tage in seinen Mokassins gehen (Indianisches Sprichwort).
Wer an einer Ökumenischen Begegnungsreise teilnimmt, kann in anderen Mokassins gehen: in denen von Menschen aus Entwicklungsländern.
In Guatemala ist auch Petra Gunst in fremde Schuhe geschlüpft. Über ihre Begegnung mit indigenen Frauen sagt die Unternehmerin:
"Am meisten beeindruckt hat mich die strahlende Würde dieser Frauen, die unter den unwürdigen Bedingungen der Armut leben müssen."
Menschen, die in materieller Armut leben, brauchen nicht nur unsere Hilfe. Wir können auch viel von ihnen lernen.
Die Ökumenischen Begegnungsreisen des EED sind ein Angebot für Führungskräfte aus Kirche, Politik, Medien und anderen gesellschaftlichen Bereichen.
Was erwartet Sie bei einer Begegnungsreise?
Wer armen und ausgeschlossenen Menschen zu mehr Partizipation verhelfen will, muss sich immer wieder neu in sie hinein versetzen, die Welt mit ihren Augen sehen.
Die Ökumenischen Begegnungsreisen richten sich an Menschen, die ihre individuellen Gestaltungsmöglichkeiten nutzen wollen, um nachhaltige Entwicklung in der Einen Welt zu fördern.
Begegnung
Ökumenische Begegnungsreisen führen Sie direkt hinein in den Alltag von Menschen in unterentwickelten Ländern. Hautnah lernen Sie ihre Mühen und ihre Not, aber auch ihr Engagement kennen.
Sie reisen nicht nur, um zuzuschauen und zuzuhören. Sie können anfassen, mitmachen und probieren. Und Sie kommen ins Gespräch: Ihre Gastgeber wollen wissen, wie Ihr Leben in Deutschland aussieht.
In den Begegnungen ist spürbar: Leben findet in ganz anderen Farben statt, als wir oft vermuten. Es ist bewegend, dies zu entdecken.
Frauen in Guatemala und Buschleute in Namibia brauchen zwar unsere Unterstützung. Doch sie haben uns auch viel zu sagen.
Austausch mit Expertinnen und Experten
Was hat die Armut indigener Frauen mit der weit verbreiteten Korruption in Guatemala zu tun? Welche Rechtsmittel können die Buschleute in Namibia einlegen, um sich eine Gewinnbeteiligung bei einem transnationalen Pharmaunternehmen zu erkämpfen?
Um Armut dauerhaft zu überwinden, reicht es nicht, Menschen zu unterstützen, die in Armut leben. Wir müssen auch die Rahmenbedingungen ändern, die die Ungleichheit verursachen - in den Entwicklungsländern, bei uns im Norden, auf internationaler Ebene.
Der EED vermittelt Ihnen Gespräche mit renommierten Expertinnen und Experten aus dem Süden. Mit ihnen gemeinsam können Sie Ihre Erlebnisse in einen größeren Kontext einordnen und Kenntnisse über aktuelle Entwicklungsprobleme sowie Strategien der Armutsbekämpfung gewinnen.
Ökumenisches Leben
"Du musst mit Gott reden", rät eine Frau in Bolivien ihrem deutschen Gast. "Er wird dir helfen". In Kenia hat der Nationale Kirchenrat beim friedlichen Regierungswechsel und beim demokratischen Neuanfang eine zentrale Rolle gespielt.
Christliches Leben ist in den Ländern des Südens viel bedeutsamer als bei uns. Vertreterinnen und Vertreter von Kirchen sind oft wichtige Anwälte der Armen. Manche von ihnen setzen im Kampf um Gerechtigkeit ihr Leben aufs Spiel. Bei einer Ökumenischen Begegnungsreise lernen Sie die weltweite Gemeinschaft der Kirchen neu kennen. Von der Freude und Intensität, mit der Menschen in anderen Erdteilen ihren Glauben leben, können wir einiges dazulernen und erhalten Anregungen für die eigene ökumenische und entwicklungspolitische Arbeit.
Das Wichtigste in Kürze
Jede Ökumenische Begegnungsreise befasst sich mit einem aktuellen entwicklungspolitischen Thema. Sie betrachtet dieses Thema im Zusammenhang mit der Situation im Zielland.
Themen
Zum Beispiel:
- Entwicklung im ländlichen Raum in Peru
- Wirtschaftswachstum und Menschenrechte in China
- Stärkung der Zivilgesellschaft in Mosambik
Ablauf
Ausgangspunkt ist der Alltag von Menschen im Süden. Sie können in Kleingruppen daran teilhaben. Wir stellen Ihnen Ansätze der kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit vor, die die Ursachen von Armut wirkungsvoll bekämpfen. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus dem Süden erörtern Sie, wie sich das Thema der Reise im globalen Zusammenhang darstellt.
Die Reisen dauern ca. 12 Tage. Gruppengröße: 10-12 Personen.
Sicherheit
Der EED bereitet Ihre Reise detailliert vor - gemeinsam mit seinen Partnern im Zielland. Dies gilt auch für Begegnungen in Dörfern.
Ein Vorbereitungsseminar vermittelt Ihnen Kenntnisse zum Thema der Reise und zur Zielregion. Außerdem wird Ihnen ein detaillierter Reader mit hilfreichen Informationen zur Verfügung gestellt.
Für alle Teilnehmenden wird ein Versicherungspaket abgeschlossen. Bei der Reiseplanung stützt sich der EED auf die Empfehlungen des Auswärtigen Amtes und der Weltgesundheitsorganisation.
Voraussetzungen
Fremdsprachenkenntnisse sind nicht notwendig. Für Übersetzung ist gesorgt.
Sie sollten in der Lage sein, sich auf einfache Unterkünfte und ungewohntes Essen einzustellen








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Last Update: 01.08.2011 14:26:08 |
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