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Titel

Vor dem Ende vom Ende einer langen Geschichte

Am Vorabend der 8. WTO-Ministerkonferenz in Genf: Der sang- und klanglose Abschied der Doha-Runde

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Aktuelles

Streit um Klimaschutz im Flugverkehr eskaliert
(Bonn, 07.02.2012) Chinesische Regierung verbietet Fluggesellschaften die Teilnahme am europäischen Emissionshandelsystem - EU Kommission will nicht nachgeben
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Reform der Europäischen Agrarpolitik
(Bonn, 06.02.2012) Bundesregierung bremst Ökologisierung, will Exportsubventionen aber abschaffen
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Handelskrieg um CO2-Emissionen aus dem Flugverkehr?
(Bonn, 30.12.2011) Europäischer Gerichtshof bestätigt Pläne der EU, den Flugverkehr ab 2012 in den Emissionshandel einzubeziehen - USA und China drohen mit Gegenmaßnahmen.
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WTO in Winterstarre
(Bonn / Genf, 17.12.2011) Der Welthandelsorganisation (WTO) droht zunehmende Bedeutungslosigkeit. Bei ihrer Ministerkonferenz, die heute in Genf zu Ende ging, suchte die WTO vergeblich nach einem bedeutenden Platz im aktuellen globalen Krisenmanagement. Auch die Doha-Runde zur weiteren Liberalisierung des Welthandels steckt nach wie vor in einer Sackgasse. In Genf habe Rat- und Ideenlosigkeit vorgeherrscht, so Michael Frein, Welthandelsexperte des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED) in Bonn. Die Frage nach einer Regulierung des Welthandels mit Blick auf die Ziele soziale Gerechtigkeit, Umwelt- und Klimaschutz kam gar nicht erst auf den Verhandlungstisch.
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WTO-Ministerkonferenz: Lateinamerikanische Länder kritisieren WTO scharf
(Genf, Bonn, 17.12.2011) Abschlussdokument der Ministerkonferenz zu „Political Guidance“ abgelehnt
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Weitere Meldungen

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Welthandel

Handel gerecht gestalten

 

Die Welthandelsorganisation (WTO) ist das zentrale Instrument zur Regulierung des globalen Handels. In der WTO vereinbaren ihre 153 Mitglieder die Regeln über den Austausch von Industriegütern, landwirtschaftlichen Produkten, den Handel mit Dienstleistungen (GATS) und Regeln zum Schutz von Rechten an geistigem Eigentum (TRIPS).

Die Interessen und Bedürfnisse der Entwicklungsländer sollen im Mittelpunkt stehen - so heißt es in der Präambel des 2001 in Doha, der Hauptstadt des arabischen Emirats Katar, beschlossenen Mandats für die Verhandlungen zur weiteren Liberalisierung des Welthandels, der sogenannten Doha-Entwicklungsrunde. Allerdings entspricht bereits das Arbeitsprogramm des Doha-Mandats dieser Anforderung nicht. Nachdem die Ministerkonferenz 2003 im mexikanischen Cancún am Widerstand der Entwicklungsländer gegen die Agenda der reichen Staaten scheiterte und auch 2005 bei der Ministerkonferenz in Hongkong kein Durchbruch gelang, erscheint ein Abschluss der Verhandlungen auch weiterhin nicht absehbar. Die Interessen der Entwicklungsländer geraten derweil zunehmend ins Hintertreffen.

Neben der WTO regeln bilaterale und regionale Abkommen den Welthandel. Die Europäische Union setzt mit ihrer Außenhandelsstrategie verstärkt auf die bilaterale Verhandlungsebene. Besonders umstritten sind die EPAs, die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen der EU mit den AKP-Ländern.

Ein gerechter Welthandel ist einer der Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung. Handel eröffnet Chancen für Entwicklung und Armutsbekämpfung - oder aber er verwehrt sie. Ein Beispiel ist der Export von künstlich verbilligten Hähnchen aus der EU nach Afrika.

Handelsregeln, die der Armutsbekämpfung, der Verwirklichung der Menschenrechte und dem Umweltschutz dienen, sind ein zentrales Anliegen des EED. Der EED fördert Partnerorganisationen im Süden, unterstützt entwicklungspolitische Bildungsarbeit im Norden, fördert den Fairen Handel und setzt sich selbst für gerechten Welthandel ein.



200 Teilnehmende diskutieren über Alternativen einer exportorientierten Handelspolitik. Hier gibt es Bilder und Videos von der Konferenz.


Hintergrundinformationen und Video-Interviews zur 7. WTO-Ministerkonferenz 2009 in Genf


www.radiohongkong.de - das Internetportal mit Videoclips (realplayer) von der WTO-Ministerkonferenz in Hongkong (13.-18. Dezember 2005). NRO aus Nord und Süd, darunter viele Partner des EED, erläutern ihre Positionen und kommentieren die Verhandlungen.