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Aktuelles

Enttäuschung in Kopenhagen - Hoffnung für Bonn
(Bonn / Stuttgart, 20.12.2009) Die 15. Weltklimakonferenz in Kopenhagen wird wahrscheinlich als eine der schwierigsten, chaotischsten und möglicherweise folgenreichsten in die Geschichte eingehen. So empfanden es jedenfalls Richard Brand und Thomas Hirsch, die direkt dabei gewesen sind.
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Internationale Klimapolitik steht vor einem Scherbenhaufen - Keine Bereitschaft der Weltmächte, sich rechtlich zu binden
(Kopenhagen, 18.12.2009) Bundeskanzlerin Merkel und die anderen Regierungschefs sind bei den Klimaverhandlungen nach Auffassung der evangelischen Hilfswerke "Brot für die Welt", Diakonie Katastrophenhilfe und Evangelischer Entwicklungsdienst (EED) ihrer historischen Verantwortung nicht gerecht geworden. Die Folgen werden alle treffen, vor allem aber die armen und besonders schutzlosen Menschen in den schon heute besonders vom Klimawandel betroffenen Entwicklungsländern. Das beschworene Ziel, die Temperaturerwärmung auf 2 Grad Celsius zu begrenzen, wird mit der Kopenhagener Absichtserklärung nicht erreicht.
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Deutschland muss handeln sonst scheitern die Klimaverhandlungen
(Kopenhagen, 16.12.2009) "Brot für die Welt" und Evangelischer Entwicklungsdienst fordern die Bundesregierung dazu auf, den Entwicklungsländern entgegen zu kommen. Bundesregierung und EU müssen jetzt eine dreißigprozentige Emissionsreduzierung ohne Bedingungen anbieten. Ohne diese Vorreiterrolle der EU werden die Verhandlungen scheitern", warnt "Brot für die Welt"-Direktorin Cornelia Füllkrug-Weitzel am Vorabend der Anreise der Bundeskanzlerin. Die EU-Staaten haben bislang lediglich verbindlich zugesagt, den Kohlendioxid-Ausstoß bis 2020 um 20 Prozent zu senken, sind aber bereit, auch 30 Prozent einzusparen und über langfristige Hilfe zu reden, wenn andere Industriestaaten vergleichbare Angebote machen.
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"Klimaschutz verlangt anderes Wirtschaften"
(Düsseldorf, 13.12.2009) Ein wirksamer Klimaschutz erfordert nach Ansicht des EED-Aufsichtsratsvorsitzenden Nikolaus Schneider grundlegende Änderungen des Wirtschaftssystems. "Wir brauchen andere Mechanismen des Wirtschaftens, um den Herausforderungen gerecht zu werden", sagte der stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) dem epd in Düsseldorf.
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"Deutschland kann und muss mehr tun"
(Bonn/Kopenhagen, 12.12.2009) Führende Repräsentanten von evangelischen Hilfswerken und Landeskirchen in Deutschland haben die Bundesregierung dazu aufgefordert, eine Vorreiterrolle beim Klimagipfel in Kopenhagen zu übernehmen, damit die Verhandlungen nicht in einer Sackgasse enden. Zur Delegation aus Deutschland gehörten die Direktoren und Vorstände von "Brot für die Welt" und Evangelischem Entwicklungsdienst, sowie die evangelischen Bischöfe aus Schleswig-Holstein, Westfalen und Württemberg.
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Weitere Meldungen

Klimawandel schlimmer als bislang befürchtet – Zivilgesellschaft fordert konkrete Ergebnisse in Kopenhagen


(Berlin, 24.11.2009) Wenige Wochen vor Beginn der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen setzen sich immer mehr Menschen in Deutschland für den Klimaschutz ein. Während man in der Politik taktiert und zögert, gibt es vor und während des UN-Gipfels rund 200 Aktionen, mit denen sich verschiedene Vereine, Organisationen und engagierte Bürger für ein ehrgeiziges Abkommen stark machen. Die Klima-Allianz wird den Klimaaktionstag am 5. Dezember nutzen, um an die Bundeskanzlerin und an die Staatengemeinschaft zu appellieren.
Aktionstag: Gläserner Tagungsraum wird aufgebaut
Klima-Gespräche im Aquarium?
Führende Klimaforscher haben heute in ihrem Bericht „The Copenhagen Diagnosis“ ausgeführt, dass die Auswirkungen des Klimawandels schneller und schlimmer eintreffen werden als erwartet.
Gleichzeitig werden von der Politik die Erwartungen an die UN-Klimakonferenz nach unten geschraubt. Zum Unverständnis vieler Menschen: Die Enttäuschung und Verärgerung über eine mögliche Vertagung des globalen Klimaschutzes nimmt in der Gesellschaft täglich zu.

„In Kopenhagen sind zwei Szenarien möglich: entweder wird ein Papiertiger verabschiedet, der nur aus unverbindlichen Absichtserklärungen besteht oder aber ein politisches Papier, hinter dem sich rechtliche Verbindlichkeit, substanzielle Ziele ohne Schlupflöcher, zusätzliche Gelder für die Entwicklungsländer und ein Überprüfungsmechanismus für das Jahr 2015 verbergen“, so Christoph Bals, politischer Geschäftsführer von Germanwatch.

„In Kopenhagen besteht die Gefahr einer Greenwashing-Veranstaltung. Die Zivilgesellschaft hat nun die Aufgabe, die von Angela Merkel verkündeten ernsthaften Bemühungen für einen Erfolg bei der UN-Klimakonferenz zu unterstützen, ihr aber zugleich auch auf die Finger zu schauen, damit sie sich nicht für eine Show-Veranstaltung ohne Substanz hergibt. Sowohl der Klimaaktionstag am 5. Dezember in Deutschland als auch die Demos und Aktionen ab 12. Dezember in Kopenhagen müssen genutzt werden, um den Druck auf die Politik zu erhöhen.“

„Die Menschen erwarten von der Politik, dass sie sich der zentralen Herausforderung des globalen Klimaschutzes stellt. Dies verdeutlichen die knapp 200 Aktionen, Konferenzen, Ausstellungen, Gottesdienste und vieles mehr, die von Organisationen und Initiativen geplant und auf der Seite www.klimagipfel2009.de gesammelt wurden“, so Christina Hering, Koordinatorin der Klima-Allianz. Das Bündnis aus über 100 Organisationen wird am 5. Dezember um 12.00 Uhr vor dem Brandenburger Tor in einem etwa 2 x 2 Meter großen „Aquarium“ nachstellen, dass viele Staatschefs dazu tendieren, endlos und ergebnislos zu verhandeln, während um sie herum die Auswirkungen des Klimawandels ein bedrohliches Ausmaß annehmen: denn das Wasser in dem Aquarium steigt und steigt…


Für Rückfragen:
Christina Hering, , 0176 20494930

Die Klima-Allianz
Marienstr. 19-20, 10117 Berlin
fon: 030 / 6781775-72
www.klima-allianz.de, www.klimagipfel2009.de, www.twitter.com/kohleprotest