Aktuelles
Ecuador will zum Schutz des Urwalds auf Ölförderung verzichten
(Bogotá, 04.08.2010) Zum Schutz des Regenwalds will Ecuador auf einen Teil der Erdölförderung verzichten, wenn es einen finanziellen Ausgleich dafür bekommt. Am Dienstag stimmte die Regierung in Quito einem Treuhandfonds zu und schloss eine Vereinbarung mit dem UN-Entwicklungsprogramm (UNDP). Danach soll die internationale Gemeinschaft in den kommenden 13 Jahren rund 2,7 Milliarden Euro aufbringen. Das ist etwa die Hälfte dessen, was die Förderung von 846 Millionen Barrel Öl im östlichen Amazonasgebiet in Ecuador voraussichtlich einbringen würde.
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Klima-Allianz startet Kampagne: "Schluss mit den Tricks! Die Energiewende ist machbar!"
(Berlin 06.07.2010) Heute wurde eine Kampagne der Klima-Allianz zur Energiepolitik der Bundesergierung gestartet. Die Kampagne will eine ergebnisoffene Diskussion zur künftigen Energiepolitk, insbesondere zum geplanten Energiekonzept der Regierung einfordern. Die Bundesregierung wird aufgefordert, ein Energiekonzept zu verabschieden, das eine drastische Reduktion der Treibhausgasemmissionen zum Ziel hat, am Atomausstieg festhält, den Neubau von Kohlekraftwerken stoppt, Energieeffizienz wirksam fördert, die Energieinfrastruktur um- und ausbaut und die vollständige Umstellung auf Erneuerbare Energien konsequent durchführt.
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Neue Luftverkehrsabgabe muss zur Klimagerechtigkeit beitragen
(Bonn, 30.06.2010) Die jüngsten Beschlüsse der Bundesregierung zur Sanierung des Bundeshaushaltes beinhalten auch eine Abgabe auf Flugtickets ab 2011. Obwohl nur etwa zwei Prozent der Erdbevölkerung selbst fliegt, ist der Flugverkehr zu einem erheblichen Teil für die globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Der EED begrüßt daher grundsätzlich die Einführung einer Luftverkehrsabgabe durch die Bundesregierung als einen ersten notwendigen Schritt. Allerdings müssen die Einnahmen der vom Klimawandel am stärksten betroffenen Bevölkerung zu Gute kommen: „Klimagerechtigkeit ist kein Rechentrick. Die eingenommen Gelder aus einer Flugticket-Abgabe gehören in den UN-Anpassungsfonds“, so Heinz Fuchs, Leiter der Arbeitsstelle EED TourismWatch.
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Bonner SchülerInnen geben Kurs für Klimaverhandlungen an
(Bonn, 31.05.2010) Mit einem riesigen Kompass vor dem Verhandlungsort der Klimakonferenz in Bonn haben Bonner Schülerinnen und Schüler heute den Delegierten gezeigt, welchen klimapolitischen Weg sie sich wünschen. In der Aktion "Grad°Wanderung" richteten sie die Nadel des Kompasses neu aus. Damit forderten die Jugendlichen das Umschwenken auf einen klimafreundlichen Kurs, der es noch ermöglicht, dass die Erderwärmung unter 2 Grad bleibt und ein in großem Maßstab gefährlicher Klimawandel vermieden wird. Die in Kopenhagen unverbindlich vereinbarten Klimaziele hingegen stellen einen Weg in Richtung 3,5 Grad Erderwärmung dar.
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Zum Auftakt der Klimakonferenz: Kirchen erinnern an die Bewahrung der Schöpfung und fordern Klimagerechtigkeit
(Bonn, 30.05.2010) 200 Menschen erlebten am Vorabend der Zwischenkonferenz der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen in der Kreuzkirche in Bonn eine engagierte Diskussionsrunde und waren begeistert von der anschließenden Aufführung der "Missa Gaia", einem Chorkonzert für die Schönheit der Erde, aufgeführt durch den Chor "Haste Töne" der Evangelischen Kirchengemeinde Bonn-Beuel.
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Weitere Meldungen
Kirchen machen mobil für Klimagerechtigkeit
(Bonn, den 28.10.2009) Zur Unterstützung des ökumenischen Aktionsaufrufes "Countdown to Copenhagen" haben Brot für die Welt und EED eine Materialiensammlung mit Anregungen zur Gestaltung von Andachten und Hintergrundinformationen zum Weltklimagipfel zusammengestellt.
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Wenn wir nicht handeln, wird sich die Erde innerhalb der nächsten hundert Jahre um mindestens vier Grad erwärmen. Küsten und Inseln werden versinken, weite Teile Afrika zur Wüste werden und alle Ökosysteme, die wir heute kennen, untergehen. Hunger und Wassermangel werden zunehmen und Hunderte Millionen Menschen zu Flüchtlingen zu machen. Was auf den ersten Blick unvorstellbar klingt, sind Ergebnisse einer Studie des Umweltprogramms der Vereinten Nationen. Die Ergebnisse, die auf über 400 aktuellen Forschungsarbeiten beruhen, wurden im September 2009 anlässlich der UN-Generalversammlung veröffentlicht, um die Welt endlich wach zu rütteln.
Es bleibt nur noch wenig Zeit bis zum Beginn der Klimaverhandlungen in Kopenhagen. Kirche hat den prophetischen Auftrag, sich für die Bewahrung der Schöpfung, für die nachfolgenden Generationen, und für Gerechtigkeit unter den Menschen einzusetzen. Di Pazifische Kirchenkonferenz hat dies in ihrer Moana-Deklaration zum Klimawandel im April dieses Jahres betont. Unsere Schwestern und Brüder im Pazifik, von denen viele auf vom Untergang bedrohten Inseln leben und vor dem unwiederbringlichen Verlust ihrer Heimat stehen, und Millionen anderer Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika setzen auf die Solidarität von Christinnen und Christen in Europa und Deutschland.
Die bevorstehende Weltklimakonferenz im Dezember 2009 in Kopenhagen ist eine entscheidende Wegmarke. Kirchen und Zivilgesellschaft in Deutschland sind aufgefordert, sich stark zu machen für Klimagerechtigkeit. Am 6. Dezember gibt es in Deutschland einen Klimaaktionstag und eine Woche später versammeln sich in Kopenhagen und weltweit Hunderttausende zum Inernationalen Klimaaktionstag.
Als Anregung für Andachten und Aktivitäten in Kirchengemeinden haben EED und Brot für die Welt eine Arbeitshilfe zusammenstellt. Die Mappe enthält Hintergrundinformationen zur Klimapolitik, Anregungen für den Gottesdienst und die Gemeindearbeit, Bildungsmaterialien zum Klimawandel, Blätter mit Medienhinweisen, u.a.
Die Arbeitshilfe kann kostenlos bestellt werden bei EED und Brot für die Welt. Die Bestellung beim EED erfolgt online unter der Rubrik "Mediathek".
Zur Ansicht finden sich einige der Materialien als PDF-Download am Ende der Nachricht.