EED Logo

Neuerscheinung


The Nagoya Protocol on ABS
A Background Paper published in Cooperation with WWF Germany



Aktuelles

Angepasste Reisanbau-Strategien gegen den Hunger
(Bonn, 01.12.2011) „Der chronische Hunger auf der Welt ist ein Skandal, denn er muss nicht sein“, so die prominente Direktorin der indischen NRO Genecampaign, Sr. Suman Sahai, Humangenetikerin und Autorin zahlreicher Veröffentlichungen.
mehr

Volle Kraft voraus gegen Biopiraterie?
(Bonn, 27.06.2011) Der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) begrüßt die deutsche Unterzeichnung des Nagoya-Protokolls gegen Biopiraterie. „Dies ist ein wichtiger Schritt, hin zu mehr Gerechtigkeit bei den genetischen Ressourcen weltweit“, so Michael Frein, Biopiraterie-Experte des EED. Nach der Ratifizierung im Bundestag sei die Anpassung des deutschen Patentrechts einer der Knackpunkte bei der Umsetzung des Protokolls.
mehr

Deutschland unterzeichnet Nagoya-Protokoll gegen Biopiraterie
(Bonn, 24.06.2011) EED: Schritt in die richtige Richtung - weitere müssen folgen
mehr

Wenig Euphorie und viel Geld
(Montreal, 14.06.2011) Die Umsetzung des Nagoya-Protokolls und die Rolle der Entwicklungsländer
mehr

“Nagoya-Protokoll kann nicht mehr ignoriert werden”
(Montreal, 13.06.2011) Side Event: Das Nagoya-Protokoll, der Internationale Saatgutvertrag und das PIP-Framework
mehr

Weitere Meldungen

Pelargonium-Patent widerrufen


(München, 26.01.2010) Das Europäische Patentamt hat heute das Schwabe-Patent auf Pelargonium vollständig widerrufen. Damit wurde dem Einspruch der betroffenen lokalen Gemeinschaft aus Südafrika sowie der unterstützenden Nichtregierungsorganisationen stattgegeben. Dies ist ein großer Erfolg im Kampf gegen Biopiraterie.

Ausschlaggebend für die Entscheidung der Einspruchsabteilung war die fehlende Erfindungshöhe. Das heißt, bei dem Patent des Karlsruher Pharmaunternehmens Schwabe zur Extraktion der Wirkstoffe aus der südafrikanischen Pelargonium-Wurzel für die Herstellung des Bronchitis-Mittels Umckaloabo handelt es sich nach Auffassung der Einspruchsabteilung nicht um eine Erfindung, sondern um ein Verfahren, das bereits in einschlägigen Handbüchern beschrieben wurde. „Wir freuen uns, dass mit dem Urteil Schwabe das Recht aberkannt wurde, die Nutzung genetischer Ressourcen und traditionellen Wissens aus Südafrika zu monopolisieren“, kommentiert Mariam Mayet vom African Center for Biosafety (ACB) die Entscheidung. Das African Center for Biosafety hatte zusammen mit der Schweizer Nichtregierungsorganisation „Erklärung von Bern“ und unterstützt vom Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) den Einspruch eingelegt.

„Das Ziel war, dass das Patent zurückgezogen wird. Das haben wir geschafft“, bilanziert Michael Frein vom Evangelischen Entwicklungsdienst. Nun müsse es darum gehen, auf internationaler Ebene, etwa im Rahmen der Welthandelsorganisation und der Konvention über die biologische Vielfalt (CBD) eine rechtliche Grundlage zu schaffen, die derartige Patente nicht zulasse und die Interessen der Menschen in Entwicklungsländern stärke.