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Schwerpunktthemen

Biologische Sicherheit mehr

Kampagne: Keine Chicken schicken mehr

Agro-Gentechnik mehr

Fischerei mehr

Ausstellung

Teaserbild zur Ausstellung

Fleisch in Massen - Fleisch in Maßen
Ausweitung der Massentierhaltung in Deutschland als globales Problem

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Kampagne


Die Kampagne zur Reform der Europäischen Agrarpolitik 2013. Der EED ist dabei!.
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Aktuelles

23.000 Menschen demonstrieren für neue Agrarpolitik
(Berlin, 21.01.2012) Mehrere tausend Menschen haben zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin für einen Kurswechsel in der Agrarpolitik demonstriert. An dem Protestzug zum Kanzleramt unter dem Motto "Wir haben es satt" nahmen am Samstag rund 23.000 Menschen teil. Sie forderten eine ökologischere und gerechtere Landwirtschaft. "Die EU muss die Länder des Südens darin bestärken, ihre eigene Produktion aufzubauen und durch Zölle zu schützen", forderte EED-Vorstand Claudia Warning. "Der Hunger lässt sich nur dort bekämpfen, wo er herrscht!"
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Auch der Süden hat es satt!
(Bonn, 19.01.2012) Dr. King David Amoah von der ghanaischen EED-Partnerorganisation ECASARD begleitet die „Wir haben es satt -Skulpt(o)ur“ der Kampagne „Meine Landwirtschaft“ auf ihrem Weg nach Berlin. Dort findet am 21.01. die bundesweite Großdemonstration für eine bäuerlich-nachhaltige Landwirtschaft und gegen Exportsubventionen statt.
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EU-Agrarreform als Chance zum Systemwechsel nutzen
(Berlin, 17.01.2012) Die Antibiotika-Resistenzen im Essen beweisen, dass die industriefreundliche Agrarpolitik der Bundesregierung gescheitert ist. Im Rahmen der Kampagne "Meine Landwirtschaft" rufen über 90 Organisationen dazu auf, am 21. Januar für einen Systemwechsel in der Agrarpolitik auf die Straße zu gehen. EED-Landwirtschaftsreferent Stig Tanzmann betont vor allem die entwicklungspolitischen Auswirkungen der Agrarpolitik: "Ob die Bundesregierung glaubwürdig den Hunger in der Welt verringern will, werden wir daran messen, ob Aigner die angekündigte Proteinstrategie umsetzt und heimische Eiweißfuttermittel mit politischen Mitteln etabliert. Solange für Massentierhaltung hierzulande rund sechs Millionen Tonnen Soja aus Ländern des Südens importiert werden und Dumping-Exporte aus Deutschland nach Afrika gelangen, bedient die Bundesregierung einseitig die Agrarindustrie."
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Gaben teilen, Egoismus vorbeugen
(Bonn / Frankfurt a.M., 23.12.2011) In ihren Weihnachtsbotschaften rufen evangelische Kirchenvertreter und Entwicklungswerke zu mehr Zusammenhalt in der Gesellschaft und zu mehr Solidarität mit den Armen auf. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, warnte vor zunehmendem Egoismus. Die Direktorin von „Brot für die Welt“, Cornelia Füllkrug-Weitzel, rief dazu auf, die „Gaben der Welt als Geschenk wahrzunehmen und zu teilen“, damit alle etwas davon haben.
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EKD: Aigners Einsatz für Ende der Exportsubventionen ist "Schritt in die richtige Richtung"
(Berlin, 09.12.2011) Die Evangelische Kirche in Deutschland begrüßt die Ankündigung von Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner, sich bei der Europäischen Union für ein Ende der Exportsubventionen einzusetzen. „Es ist sehr erfreulich, dass Ministerin Ilse Aigner Agrarexportsubventionen nicht mehr für zeitgemäß hält“, so Prälat Bernhard Felmberg, Bevollmächtigter des Rates der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union.
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Weitere Meldungen

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Ländliche Entwicklung

Menschen auf dem Land stärken

Landwirtschaft und ländliche Entwicklung sind zentrale Anliegen der Entwicklungspolitik: Die meisten Armen und Hungernden auf der Welt leben auf dem Land. Nach wie vor wird der ländliche Bereich vernachlässigt und geplündert und der Zugang zu Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen ist kaum gegeben. Oft verweigern ländliche Machtstrukturen den unteren Schichten ihre Rechte und die Kleinbauern werden an den Rand der Entwicklung gedrängt. In den globalisierten Märkten werden die einkommensschwachen und ressourcenarmen Strukturen der ländlichen Gebiete nicht berücksichtigt.

Der EED fördert keine speziellen Projekte im Bereich der landwirtschaftlichen Produktion. Die unterstützten Programme sind integrierte ländliche Entwicklungsvorhaben, bei denen Nahrungsmittelproduktion allenfalls ein Teil des Gesamtprogramms darstellt.

Verkauf auf regionalen Bauernmärkten | © CAPA
Bild vergrößern Vermarktung von Produkten wird gefördert: Verkauf auf regionalen Bauernmärkten
Die Armuts- und Hungerbekämpfung auf dem Lande steht im Mittelpunkt. Dazu gehören neben Verbesserung der Produktionstechnik vor allem die Basisgesundheitssysteme, Grundbildung, Geschlechtergerechtigkeit, Bewusstseinsbildung und Formen der Selbstorganisation.

Hunger ist mehr als nur eine Frage der Erzeugung. Es ist das deutlichste Zeichen der Krise des ländlichen Raums, dass 70 Prozent der Hungernden auf dem Land leben Die Menschen, die für andere die Nahrungsmittel erzeugen, haben selbst am wenigsten zu essen haben. Die ländlichen Armen sind extrem verwundbar gegenüber Willkür, betrügerischen Praktiken, Politikwechsel, Marktversagen, Unruhen, Umweltveränderung, internationale Konkurrenz, Handelspolitik und Naturereignissen.


Der EED will die Menschen auf dem Land in ihrem Überlebenskampf stärken. Das passiert zum einen durch konkrete Entwicklungsmaßnahmen auf lokaler Ebene. Wir wollen ihnen keine Modernisierung von außen überstülpen. Die Betroffenen müssen ihre Befreiung vor Armut und Hunger selbst in die Hand nehmen. Sie sind die Experten ihres eigenen Überlebenskampfes. Die Beteiligung der Betroffenen und ihre Bewusstseinsstärkung ist für alle Projekte zentral.
Die Technik, die wir fördern, benötigt keine aufwendigen Maschinen, Apparate oder Institutionen. Es sind sensible Formen der Weiterentwicklungen eigener, zum Teil traditioneller Methoden und gesellschaftlicher Einrichtungen.
  • Unser Einsatz für die ökologische Landwirtschaft, traditionelle Saatgutpflege, Biodiversität und gegen zerstörerische Tendenzen, die mit der Agro-Gentechnik zusammen gehen, dient diesem Ziel.
  • Die Finanzierung von integrierten Programmen unserer Überseepartner im Bereich der ländlichen Entwicklung verbessert die Lebensverhältnisse vor Ort unmittelbar.
Bäuerin mit Tochter auf dem Gemüsefeld | © CAPA
Bild vergrößern EED-Partner CAPA produziert in Brasilien Gemüse in ökologischem Landbau.
Zum anderen erfordert dieser Ansatz auch eine politische Begleitung auf nationaler und internationaler Ebene. Viele Verarmungsprozesse haben ihre Ursachen in internationalen Wirtschaftsbeziehungen. Die armen Landbewohner müssen sich für ihre Überlebensfragen Gehör verschaffen. Ihre Zusammenschlüsse und Kampagnen werden deshalb auch von uns gefördert. Auf internationaler Ebene treten wir dafür ein, dass die Politik unserer Regierung, der EU und der internationalen Organisationen immer wieder daraufhin überprüft wird, ob sie den ländlichen Armen schadet. Doch das reicht nicht: Sie soll auch die Freiräume für deren selbst bestimmte Entwicklung erhalten und diese fördern.

  • In dem Programm Keine Chicken schicken greifen wir beispielhaft die Forderung einer Partnerorganisation aus Kamerun auf und zeigen die Zerstörung kleinbäuerlicher Hähnchenproduktion in Westafrika durch die Billighähnchenexporte der Europäischen Union auf. Wir setzen uns für den Stopp der ungerechten Exportsubventionen ein.
  • Die EU Welternährungs- und Agrarpolitik ist nicht immer nützlich für arme Entwicklungsländer. Die Reform der Zuckermarktordnung in der EU ist dafür ein Beispiel.
  • Über den internationalen Handel mit Agrargütern, Saatgut und Agrartechnologie wird die Agro-Gentechnik zum Teil unkontrolliert an den Gesetzen der Importländer vorbei verbreitet. Mit unserer Berichterstattung zur dritten Konferenz über die Konvention zur biologischen Sicherheit in Curitiba begleiten wir die internationale Politik zu diesem Thema.