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Veranstaltungen


GMO-Free Europe – Gentechnikfreies Europa 2010

6. Europäische Konferenz gentechnikfreier Regionen, Brüssel und Ghent, 16.- 18. September 2010
Vom 16. bis 18. September treffen sich im Europäischen Parlament in Brüssel Vertreterinnen und Vertreter lokaler, regionaler und nationaler Initiativen und Organisationen, von Bauern, Umwelt- und Naturschutz, Verbrauchern, Unternehmen und kritischer Wissenschaft.

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Schwerpunktthemen

Biologische Sicherheit mehr

Kampagne: Keine Chicken schicken mehr

Agro-Gentechnik mehr

Aktuelles

Neue Spekulationswelle bei Preisen von Grundnahrungsmitteln
(Herne, 29.08.2010) Fürbitten zum dreizehnten Sonntag nach Trinitatis
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EU-Agrargelder für Kernfusion, aber nicht zur Hungerbekämpfung
(Bonn, 05.08.2010) Der Bau des experimentellen Kernfusionsreaktors ITER soll eine tüchtige Finanzspritze aus Agrargeldern erhalten: ganze 400 Millionen Euro will die Europäische Kommission aus der eisernen Reserve des EU-Agrarhaushalts für 2010 hierfür zweckentfremden.
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Zulassung einer Genmais-Sorte von Bayer zurückgezogen
(Bonn, 02.08.2010) Der Gerichtshof des brasilianischen Bundesstaates Paraná hat die Anbaugenehmigung für die gentechnisch veränderte Maissorte Liberty Link der Firma Bayer mit sofortiger Wirkung zurückgezogen. Geklagt hatten unter anderen die Nichtregierungsorganisationen AS-PTA und Terra de Direitos, beide Partner des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED).
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Kleinbäuerliche Landwirtschaft kann Hungerproblem lösen
(Bonn, 07.07.2010) Im Jahr 2009 überstieg die Zahl der Hungernden erstmals die Milliardengrenze. Der EED macht in seinem Arbeitsbericht 2009/2010 deutlich, dass die kleinbäuerliche Landwirtschaft eine Lösung für das Problem des Hungers in der Welt ist. Der Bericht mit dem Titel „Das Land soll euch seine Früchte geben – Ländliche Entwicklung und das Recht auf Nahrung“ wurde heute vor der Bundespressekonferenz vorgestellt.
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Eine umfassende Reform der EU-Agrarpolitik ist nötig
(Berlin, 01.07.2010) Zivilgesellschaftliche Organisationen fordern Abkehr von Agrarpolitik im Dienste der Agrarindustrie
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Weitere Meldungen

Hühner für Afrika


(Baden-Baden, 03.04.2009) Arte Dokumentation über den "Unsinn des globalen Handels" am 7. April, 22:30 Uhr

Die Erkenntnis, dass Cholesterin und Übergewicht ein Gesundheitsrisiko darstellen, machte fettarme Diäten populär. Statt des fetten, halben Hühnchens wollte man die magere Hühnerbrust auf den Tellern. Das lassen sich die Hersteller teuer bezahlen. Der Rest vom Vogel erscheint europäischen Verbrauchern heute meist minderwertig. Das aber stellte die Hühnerbarone vor Probleme: Wohin, bei rapide steigendem Brustverkauf, mit all den Schenkeln, Rücken, Füßen, Innereien, mit dem gigantischen Hühnerhaufen, der sich nur bedingt nach Russland, Nahost oder sonst wohin verfrachten lässt? So begann der große Exodus der zerstückelten Hühner, während in Togo und im Senegal, in Angola, Liberia und Ghana die lokale Industrie zusammenbrach.

Brust oder Keule? Die deutschen und französischen Konsumenten haben sich eindeutig entschieden. Seit der Wellnesswelle wird nirgendwo so viel Hähnchenbrust gegessen wie bei uns. Die Industrie bedient diesen Trend allzu gerne, denn das Filet wirft den höchsten Profit ab. Doch wohin mit dem verschmähten Rest? Er wird weltweit verschoben. Dabei landen diese Hühnerteile häufig in afrikanischen Ländern.

Die Folge: Lokale Märkte werden dort zerstört, Menschen erkranken an dem minderwertigen Fleisch, denn in Afrika gibt es weder Kühlschränke noch Lebensmittelkontrollen. Am Beispiel von Ghana und Togo wird deutlich, welche Auswirkungen die Exporte auf die Märkte und die Menschen in Afrika haben.

Die Dokumentation gibt aber auch einen Einblick in ein Geschäft, in dem täglich Hunderttausende Hühner vom Schnabel bis zur Kralle verarbeitet werden. Der Druck auf die Hühnerzüchter wächst nicht nur in Afrika: Riesige Mengen von tiefgefrorenem Hühnerfleisch aus Brasilien werden billig nach Europa verschifft und vernichten selbst in den traditionellen Hühnerzuchtgegenden Frankreichs immer mehr Arbeitsplätze.

Der Film basiert auf der Kampagne des EED "Keine chicken schicken!". Ihr zugrunde liegt die Recherche des Buches Das Globale Huhn - Hühnerbrust und Chicken Wings - Wer ißt den Rest? von Francisco Mari und Rudolf Buntzel, herausgegeben vom Verlag Brandes & Apsel, Frankfurt.

Die beiden EED-Mitarbeiter stehen gerne für Rückfragen oder Kommentare zu dem Film zur Verfügung:

Rudolf Buntzel, Fon +49 228 8101-2355, +49 175 5642-081, E-Mail: leztnub.flodur@ed.dee
Francisco Marí, Fon: +49 69 4800-2563, E-Mail: ngiapmac_nekcihc@ed.xmg

Hühner für Afrika
(Deutschland, 2008, 43min), NDR
Regie: Joachim Vollenschier

Sendetermin:

Dienstag, 7. April 2009 um 22.30 Uhr
Wiederholungen:
09.04.2009 um 09:55
17.04.2009 um 09:55