EED Logo

Termine

26. März 2012
Berlin
Action for Global Health Konferenz 2012

7. April 2012
Weltgesundheitstag

19. - 21. Juli 2012
Washington D.C.
The Interfaith Pre-Conference on HIV

22. - 27. Juli 2012
Washington D.C.
International Aids Conference

1. Dezember
Weltaidstag

Words and Actions: Prevention Revolution | (c) UNAIDS


Aktuelles

Koordinierte Bemühungen um vernachlässigte Tropenkrankheiten
(Bonn, 31.1.2012) Auf der Konferenz "Uniting to Combat Neglected Tropical Diseases" in London wurde beschlossen, vernachlässigte tropische Krankheiten stärker als bisher zu bekämpfen. Für Forschung, Entwicklung und Vertrieb geeigneter Medikamente sollen 785 Millionen US-Dollar bereitgestellt werden.
mehr

10 Jahre Globaler Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria
(Bonn, 28. Januar 2012) Am 28. Januar 2002 wurde der Globale Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria (GFATM) gegründet. Mittlerweile kann der Fonds auf ein Jahrzehnt erfolgreicher Arbeit zurückblicken. In 150 Ländern finanziert der GFATM Präventions- und Behandlungsprogramme, womit bisher schätzungsweise acht Millionen Menschenleben gerettet werden konnten.
mehr

Broschüre "Forschung für vernachlässigte Krankheiten - Plädoyer für eine nachhaltige öffentliche Forschung"
(Bonn, 15.12.2011) Gesundheit ist ein Menschenrecht. Deshalb zählen die Bekämpfung von Armut und Krankheiten zu den zentralen UN Millenniums-Entwicklungszielen. Doch das Recht auf Gesundheit wird derzeit etwa einem Drittel der Weltbevölkerung vorenthalten. Ohne den universellen Zugang zu effektiven Präventionsmethoden, Impfstoffen, Diagnostika und Medikamenten können diese Gesundheitsziele nicht erreicht und das Menschenrecht auf Gesundheit nicht verwirklicht werden.
mehr

Weltaidstag 2011 - Es gibt noch viel zu tun
(Bonn, 01.12.2011) Nach jüngsten Veröffentlichungen von UNAIDS sinken die Zahlen der HIV Infektionen seit 1997 um mehr als 20 Prozent. Neue Infektionen sind in den meisten Teilen der Welt rückläufig.
mehr

Hélène Basenyas Würde hat überlebt
(Goma, 25.11.2011) Wenn Hélène Basenya über die vergangenen vier Jahre spricht, erzählt sie als erstes, was sie alles gelernt hat. Die 40-jährige Kongolesin kann jetzt lesen und schreiben, außerdem Brot backen, Ziegen züchten, Gemüse anbauen und Körbe flechten. Und vor allem kann sie zurückschauen, ohne dass der Schmerz sie überwältigt. Sie hat ihre Selbstachtung wiedergefunden und ist stolz auf das, was sie erreicht hat. Deshalb kann sie auch vor Fremden über die Schreckensnacht vor vier Jahren sprechen. Bettina Rühl berichtet zum Aktionstag gegen Gewalt an Frauen aus Goma über die Arbeit des EED-Partners "Heal Africa".
mehr

Weitere Meldungen

Diese Seite in: EN | FR | ES
Gesundheit

Der Auftrag zu heilen

AKTUELLES THEMA:
Forschung für vernachlässigte Krankheiten weiter verbessern

Bild vergrößern Bild vergrößern

Der EED setzt sich für die öffentliche Förderung von Forschung und Entwicklung für Arzneimittel und Diagnostika für sog. Vernachlässigte Krankheiten (Malaria, Schlafkrankheit, Tuberkulose und andere) ein. Die Forschung in diesem Bereich ist ungenügend, da die Vermarktung entsprechender Produkte für Pharmafirmen aufgrund fehlender kaufkräftiger Nachfrage nicht attraktiv ist.

Deutschland hatte sich mit öffentlichen Geldern für diese Forschung lange sehr zurückgehalten. 2011 jedoch hat das BMBF schließlich ein Förderkonzept "Vernachlässigte und armutsassoziierte Krankheiten" verabschiedet und 20 Millionen Euro für die Finanzierung von sog. Produktentwicklungspartnerschaften (PDPs) für vier Jahre bereitgestellt. Das BMBF hat inzwischen die Förderung für drei PDPs bekanntgegeben.

Der EED veröffentlichte zusammen mit Ärzte ohne Grenzen und der BUKO Pharmakampagne die Broschüre "Plädoyer für eine öffentliche Förderung von Forschung zu vernachlässigten Krankheiten" (vgl. auch die Meldung unter "Aktuelles"). Sie wurde der Öffentlichkeit Ende November 2011 auf einem Parlamentarischen Abend in Berlin vorgestellt. An der Podiumsdiskussion nahmen Dr. Helge Braun, der Parlamentarische Staatssekretär des BMBF und Anette Hübinger (MdB, CDU/CSU, Mitglied in den Bundestagsausschüssen für Forschung und Entwicklung) teil.


Gesundheit ist Menschenrecht...

Eine indische Mutter mit Kind

Für den Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) gehört die "Befreiung von Krankheit" neben Hunger und Armut als ein wesentlicher Bestandteil von Entwicklung, Dies ist in seiner Grundorientierung so ausgesagt. Hier bekennt er sich auch dazu, die Menschenrechte durchsetzen zu helfen. Das Recht auf Gesundheit ist als ein Menschenrecht definiert: Der "Internationale Pakt über die Wirtschaftlichen, Sozialen und Kulturellen Rechte" der Vereinten Nationen von 1966 setzt das "Recht eines jeden auf das für ihn erreichbare Höchstmaß an körperlicher und geistiger Gesundheit" fest.


... und Verantwortung für die Kirchen

Kirchen haben seit jeher einen Auftrag zu Gesundheit und "Heilung" in einem ganzheitlichen Sinn erkannt. Aufbauend auf den Erkenntnissen einer Tagung, die der Ökumenischen Rat der Kirchen 1964 in Tübingen einberufen hatte, entwickelte die Christliche Medizinische Kommission (Christian Medical Commission) zusammen mit der Weltgesundheitsorganisation das Konzept der Basisgesundheitsversorgung (Primary Health Care). Gemeinden und Gemeinschaften sind danach wesentliche Akteure in der Herstellung von "Gesundheit für alle".


Missachtung des Grundrechts auf Gesundheit

Armut erhöht eine Vielzahl von Krankheitsrisiken

Jeden Tag sterben 24.000 Kinder an vermeidbaren oder behandelbaren Krankheiten Jedes Jahr kommen 350.000 Mütter während der Schwangerschaft oder Geburt um, weil nicht genügend Hebammen und Ärzt/innen zur verfügung stehen. Weltweit haben mehr als eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser. Etwa zweieinhalb Milliarden müssen ohne sanitäre Anlagen auskommen. Diese Zustände verursachen millionenfach vermeidbare Erkrankungen. Diese Verletzungen des Menschenrechtes auf Gesundheit sind eine humanitäre Katastrophe für die Menschen in Entwicklungsländern und eine moralische Katastrophe für uns alle. Sie verhindern Entwicklung und lassen Menschen in Armut gefangen bleiben.


Lobbyarbeit und Dialog

Weltaidstag 2010, Malawi
Bild vergrößern Bild vergrößern

Deshalb setzt sich der EED durch politische Lobby- und Advocacyarbeit für ausreichende und qualitativ gute Gesundheitsversorgung der Menschen in den Entwicklungsländern und für die Verwirklichung des Menschenrechts auf Gesundheit ein.


Dabei nimmt der EED Anliegen seiner Partner in den entwicklungspolitischen Dialog mit Politik, Wirtschaft, Kirche und Gesellschaft auf. Er arbeitet zusammen mit Kirchen, ökumenischen Partnern, mit dem Ökumenischen Rat der Kirchen und der Ecumenical Advocacy Alliance. Der EED ist engagiert in der Arbeitsgruppe Gesundheit des Verbands Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen und ist Gründungsmitglied und Unterstützer des Aktionsbündnis gegen AIDS. Er wirkt darauf hin, dass globale Gesundheitsfragen in der Politik verankert werden und arbeitet hierzu auch mit dem Unterausschuss "Gesundheit in Entwicklungsländern" des Deutschen Bundestages.


Partner und Projekte

EED-Partnerprojekt: Krankenhaus in Matema

Mit den vom EED finanziell und personell unterstützten Partnern und Projekten werden Gesundheitsversorgung und Bildung als "soziale Grunddienste" gefördert - insbesondere für benachteiligte und arme Menschen. Die Programme stärken Einzelne und Gemeinden, Gesundheit eigenverantwortlich und nachhaltig herzustellen und zu bewahren Die Förderung von Gesundheit ist integraler Bestandteil vieler Programme der ländlichen und Gemeinwesen-Entwicklung. Partner werden auch in ihrer Lobby- und Advocacyarbeit unterstützt: Sie tragen zur Änderung der strukturellen Ursachen von Armut und Krankheit bei, indem sie von ihren Regierungen einfordern, dass diese Gesundheitsversorgung für alle bereitzustellen.

Dazu engagiert sich der EED zu folgenden Themen (siehe auch unter Infos):

Weiterführende Links zu Themen und Organisationen rund um das Thema Gesundheit finden sie hier.