Global Europe
Die neue Außenhandelsstrategie der Europäischen Union
Nachdem in Folge des Scheiterns der WTO-Ministerkonferenz in Cancún (Mexiko) offenbar wurde, dass die Verhandlungen im Rahmen der Doha-Runde der WTO weder zu einem schnellen Ende kommen noch die anspruchsvolle Liberalisierungsagenda der EU in der WTO eine Chance auf Realisierung haben würde, erarbeitete die Brüsseler Kommission eine neue Außenhandelsstrategie: Global Europe. Competing in the World (deutsch: Ein wettbewerbsfähiges Europa in einer globalen Welt). Darin wird das Ziel beschrieben, die EU zum dynamischten Wirtschaftsplatz der Welt zu machen. Instrument ist die Liberalisierung des Handels, vor allem zur Öffnung der Märkte der Schwellenländer für die Exporte der EU. Neben der multilateralen Verhandlungsschiene der WTO setzt Global Europe verstärkt auf bilaterale und regionale Verhandlungen. Damit sollen die Blockaden umgangen werden, die im WTO-Rahmen bislang eine weitere Liberalisierung im Sinne der EU-Interessen verhindert haben.
Weitere Informationen:
- EPAs und Global Europe - die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit den AKP-Ländern als Anwendungsfall der EU-Außenhandelsstrategie (erschienen als Beitrag zur VENRO-Publikation David und Goliath, 2007)
- Global Europe - ein kurzer Überblick (erschienen in Welt & Handel, Nr. 1/2007)
- Global Europe - eine Analyse aus entwicklungspolitischer Sicht (erschienen im Rundbrief des Forums Umwelt und Entwicklung, Nr. 4/2006
- Eine umfassende Bewertung der neuen EU-Handelsstrategie des Forums Umwelt und Entwicklung (erschienen 2007)

