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Aktuelles

Zulassung einer Genmais-Sorte von Bayer zurückgezogen
(Bonn, 02.08.2010) Der Gerichtshof des brasilianischen Bundesstaates Paraná hat die Anbaugenehmigung für die gentechnisch veränderte Maissorte Liberty Link der Firma Bayer mit sofortiger Wirkung zurückgezogen. Geklagt hatten unter anderen die Nichtregierungsorganisationen AS-PTA und Terra de Direitos, beide Partner des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED).
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Genetisch veränderte Lebensmittel in Brasilien auf dem Vormarsch
(Rio de Janeiro, 27.03.2010) Die Kritik an der Nationalen Technischen Kommission für Biosicherheit (CTNBio) reißt nicht ab. Wegen immer neuer Zulassungen von genetisch veränderten Agrarpflanzen und mangelndem Willen, effektive Kontrollinstanzen in Brasilien zu etablieren, erhöht die organisierte Zivilgesellschaft im Chor mit sozialen Bewegungen den Druck auf die Biosicherheitskommission.
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Bäuerliche Landwirtschaft weltweit stärken
(Berlin, 13.01.2010) Bauernvertreter aus verschiedenen Kontinenten forderten in Berlin zu Beginn des „Global Forum for Food and Agriculture“ des Bundeslandwirtschaftsministeriums Ministerin Ilse Aigner dazu auf, der blinden Exportorientierung und Liberalisierung eine Absage zu erteilen. Eine international verantwortliche Milchpolitik muss die regionalen Märkte weltweit stärken.
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Entwicklungspolitik der neuen Regierung
(Bonn, 13.11.2009) Auswertung des Koalitionsvertrags nach seiner Entwicklungsperspektive
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Bundestagsgutachten bestätigt: Entwicklungsländer profitieren wenig von der Agrogentechnik
(Berlin, 29.04.2009) Der Endbericht zu dem Projekt „Auswirkungen des Einsatzes transgenen Saatguts auf die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Strukturen in Entwicklungsländern“ ist jetzt nach zweijähriger Bearbeitung vorgelegt worden. "Die faire und objektive Gesamtschau des Büros für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestags tut angesichts der erregten Debatte zu den jüngsten Entscheidungen der Bundesagrarministerin zu gentechnisch verändertem Mais und Kartoffeln gut", so Rudolf Buntzel vom Evangelischen Entwicklungsdienst EED.
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Weitere Meldungen

Agro-Gentechnik

Gentechnologie und Ernährungssouveränität

Kann die Agro-Gentechnik den weltweiten Hunger bekämpfen oder gefährdet sie die Ernährungssicherheit unseres Planeten?

Professor Kuang Rongping von der chinesischen Partnerorganisation PEAC in einem Feld transgener Baumwolle. | © Thomas Krüger
Professor Kuang Rongping von der chinesischen Partnerorganisation PEAC in einem Feld transgener Baumwolle.

Die Manipulation von Pflanzengenen durch verschiedene biotechnologische Verfahren führt teilweise zu erheblichen Veränderungen der Eigenschaften von Pflanzen und ihren Ökosystemen. Während die Agro-Gentechnik auch in Deutschland und Europa zunehmend ins Interesse der Öffentlichkeit gerät, sind die Partnerorganisationen des EED in unterschiedlichem Maße direkt von ihren Auswirkungen betroffen.

  • In Indien werden gentechnisch veränderte Saaten mittels groß angelegter Mikrokreditprogramme in kleinbäuerliche Familienbetriebe geschleust.
  • Obwohl Genmais in Mexiko verboten ist, erreicht gentechnisch verändertes Maissaatgut selbst entlegene Gebiete mit einer vormalig hohen Vielfalt an alten Sorten.
  • In Afrika kommt gentechnisch veränderter Mais über die Nahrungsmittelhilfe zur ländlichen Bevölkerung. Die Bauern und Bäuerinnen - völlig uninformiert über diese Tatsache -verwenden einen Teil dieser Nahrungsmittel als Saatgut. Dadurch schleichen sich transgene Eigenschaften in traditionelles Saatgut, wo sie bewährte Anbau- und Züchtungsmethoden unterlaufen und einen wertvollen Genpool verändern können.
  • In Brasilien hat der Schmuggel mit Gensoja aus Argentinien die Regierung vor vollendete Tatsachen gestellt: Gensoja musste dort zugelassen werden.

Während überall auf der Welt noch über die Folgen, den Nutzen und die Gefahren dieser neuen Technologie diskutiert wird, werden zeitgleich Fakten geschaffen, deren Auswirkungen nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Die wachsende Besorgnis der EED-Partnerorganisationen über diese Vorgänge haben den EED bewogen, ein Eine-Welt-Projekt ins Leben zu rufen. Gemeinsam mit Partnern aus drei Kontinenten werden Lobby- und Advocacyaktivitäten geplant. Dabei engagieren der EED und seine Partner sich für 

  • die Stärkung und internationale Verbreitung alternativer Modelle nachhaltiger Landwirtschaft; 
  • den Austausch und die Vernetzung von Partnerorganisationen; 
  • nationale und internationale Regulierungssysteme, die der weiteren Verbreitung der Gentechnik entgegenwirken, bzw. einen hohen Standard bei der Zulassung von gentechnisch veränderten Produkten verlangen.

Die Lobbyarbeit richtet sich auf Umsetzungsfragen des Cartagena-Protokolls, die nationalen Gentechnikgesetze in Entwicklungsländern, die besondere Verantwortung der Regierungen Europas für den internationalen Rechtsrahmen und die Vorbereitung des FAO Special Forums - Welternährungsgipfel - 10 Jahre danach.