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Evangelischer Entwicklungsdienst
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Aktuelles

Bewerben Sie sich jetzt für einen Einsatz mit dem Ecumenical Accompaniment Programme in Palestine and Israel (EAPPI)
Bewerbungsschluss 31.05.2012
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(Bonn/Palästina, 23.01.2012) Für ein bisschen Frieden
eine Art Erfahrungsbericht in Ich-Perspektive über den Einsatz als deutsche ökumenische Begleitperson hier zwischen den Fronten.
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"Jayyous Farewell"
(Bonn/Palästina, 12.2011) Ekkehard Drost, ehrenamtlicher Beobachter des EAPPI-Programms, berichtet aus Palästina
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Immer noch kein Platz in der Herberge. Lasset uns gehen nach Bethlehem.
(Bonn/Palästina, 23.12.2011) EAPPI - Vorweihnacht in Bethlehem und Jerusalem – Erfahrungen einer freiwilligen Beobachterin des Ökumenischen Begleitdienstes für Frieden in Israel und Palästina.
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Ökumenische Begleiter: Grünes Licht in Bethlehem
(Bonn / Palästina, 19.12.11) EAPPI - "Eine gerechte und friedliche Lösung des Konfliktes zwischen Israel und Palästina", so ist das Ziel der ökumenischen Begleiter des Ökumenischen Rates der Kirchen beschrieben. Um dabei zu helfen, beobachten und dokumentieren sie die Menschenrechtslage in den Palästinenser-Gebieten, ohne eine explizite politische Position für die eine oder die andere Seite zu ergreifen.
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Weitere Meldungen

Internationaler Friedenstag in Liberia: Versöhnung als gemeinsame Hoffnung


(Monrovia, 30.09.2009) Nichts haben die Menschen Liberias mehr gebraucht, nichts mehr herbeigesehnt, als den Frieden. Nach 14 Jahren Bürgerkrieg, nach all den unaussprechlichen Geschichten, in all der Trauer und Wut, herrscht seit dem Jahr 2003 nun endlich Frieden im Land. Längst sind jedoch nicht alle Wunden verheilt, eine nationale Versöhnung, die Aufarbeitung der Geschehnisse ist in vollem Gange.
Demonstration zum internationalen Friedenstag in Monrovia
Bild vergrößern Demonstration zum internationalen Friedenstag in Monrovia
Vor diesem Hintergrund haben sich die Organisationen des Zivilen Friedensdienstes in Liberia und im Nachbarland Sierra Leone entschlossen, in diesem Jahr den Internationalen Friedenstag erstmals in ihren Ländern zu feiern. Unter dem Motto „Peace comes from within” war der 21. September in Monrovia, Freetown und in anderen Städten beider Länder Ausdruck des Willens, weiterzudenken: über die derzeitigen Schritte der Versöhnungskommissionen hinaus in Richtung einer friedlichen Zukunft. Gleichzeitig galt es aber auch, diesen Tag im Gedenken an die Opfer der zurückliegenden Kriege zu verbringen und Aufmerksamkeit für diejenigen zu erzeugen, die sich in der Gesellschaft für den Frieden einsetzen.

Doch stellt sich mit Blick auf den bisherigen Versöhnungsprozess in Liberia die Frage, in welchem Maß die Politik, der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag und die Versöhnungskommission den Alltag der liberianischen Gesellschaft berühren und verändern. Der aktuelle vorläufige Bericht der Wahrheits- und Versöhnungskommission beispielsweise ist beinahe 400 Seiten lang, nicht im gebräuchlichen „Simple English“ geschrieben und kaum als gedruckte Version vorhanden. Es ist ein Beispiele dafür, dass die Kommunikation zwischen den verschiedenen Ebenen oftmals nicht einfach ist. Der Internationale Friedenstag wollte hier Gelegenheit bieten, miteinander in Kontakt zu treten und verstand sich als unmittelbaren Beitrag zur Friedensförderung in Liberia.

Diese Verknüpfungen haben sich am Tag selber vor allem in den „Wünschen für den Frieden“ gezeigt. Vertreter der Regierung, der Vereinten Nationen, des liberianischen Kirchenrates und der Zivilgesellschaft wurden gebeten, ihre Wünsche mitzuteilen. Deutlich wurde, dass sich die Vorstellungen eines friedlichen Miteinanders, zwischen diesen Ebenen, die auf so unterschiedliche Weise den Versöhnungsprozess unterstützen, letztendlich kaum unterscheiden.

Im Zuge der Vorbereitungen der Feierlichkeiten wurde der 21. September 2009 von Präsidentin Johnson-Sirleaf offiziell zum Friedenstag in Liberia erklärt. Es ist zu hoffen, dass dies in den kommenden Jahren zur Tradition wird. Mit über 1.000 Teilnehmenden ist zwar ein erster Schritt gemacht, Ziel sollte es jedoch sein, möglichst noch viele weitere Liberianerinnen und Liberianer zu erreichen.

Im Mai 2008 haben der Evangelische Entwicklungsdienst und seine Partnerorganisationen in Sierra Leone und Liberia das Netzwerk „Ziviler Friedensdienst in der Mano River Region“ mit dem Ziel eines von Frieden, Gleichheit, Gerechtigkeit und Verantwortung geprägten Miteinanders in der Subregion gegründet.

Sebastian Bonse

Der Artikel erschien zuerst in FriEnt Impulse 10 2009