EED-Vorstand Wilfried Steen in Ruhestand verabschiedet
(Bonn, 26.08.2009) EED-Vorstand Wilfried Steen ist in den Ruhestand verabschiedet worden. Der Pfarrer aus Lautenthal im Harz vollendet am 4. September sein 65. Lebensjahr. Er leitete seit der Gründung des Werkes im Jahr 1999 die Inlands- und Personalprogramme des Hilfswerks. Als Nachfolger wurde Pfarrer Rudolf Ficker eingeführt, der bislang das Stipendienprogramm des EED leitete.
Steens Einsatz für die Entwicklungshilfe, die entwicklungspolitische Publizistik und die politische Diskussion über Nord-Süd-Fragen werden in Politik und Kirche gewürdigt. Um nichts Geringeres als um "Gott und die Götter" ging es in der Predigt des EED-Aufsichtsratsvorsitzenden Präses Nikolaus Schneider: "Wir haben manchmal eine Attitüde, auf die Gewaltigen und die Mächtigen zu zeigen und dabei eine bestimmte Unterscheidung nicht mehr zu wahren: Es gibt gerechte Herrschaft und es gibt ungerechte Herrschaft". Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland lobte Steens Engagement, Fachkompetenz und menschliche Verbindlichkeit.Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) erklärte: "Wilfried Steen hat mit seinem tiefen entwicklungs- und friedenspolitischen Verständnis und seinem großen Engagement die Entwicklungspolitik in Deutschland und darüber hinaus geprägt."
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, hob in seinem Dankschreiben Steens Einsatz für die Stärkung der Armen und für Veränderungen auch im Norden der Welt hervor.
In den 90er Jahren war Steen Geschäftsführer des Kirchlichen Entwicklungsdienstes, einer der Vorgängerorganisationen des EED, und Referent im Kirchenamt der EKD. Steen ist mit einer Lehrerin verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Töchtern. Als Ruhestandspfarrer zieht es ihn für zehn Monate zur deutschen evangelischen Gemeinde auf der Insel Malta.
© epd / Jürgen Reichel



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