Eine/n Sozialwissenschaftler/in, Jurist/in für die Qualifizierung des Süd-Süd wie Süd-Nord Partnerdialogs in Menschenrechtsfragen für unsere Partnerorganisation IDL
in Lima, Peru
(Bearbeitungsnummer: 17286 )
Die Partnerorganisation
Instituto de Defensa Legal (IDL) ist ein Institut für Rechtsverteidigung in Lima. IDL hat die Verteidigung der bürgerlich-politischen Menschenrechte, der Demokratie, des Rechtsstaates und des Friedens in Peru und Lateinamerika als Mittelpunkt seiner Arbeit definiert. Um dieses Ziel zu erreichen, führt das Institut Bildungsarbeit mit benachteiligten Bevölkerungsgruppen durch, erarbeitet Vorschläge für die Entwicklung der Zivilgesellschaft, unterstützt die Schaffung von Menschenrechts-Netzwerken und informiert die Öffentlichkeit über aktuelle Themen im Bereich Menschenrechte, Frieden und Demokratie.
Das Projekt
In Peru geraten Organisationen der Zivilgesellschaft, vor allem indigene Gemeinschaften und Kleinbauernorganisationen des Hochlands und der Amazonasregion zunehmend unter Druck der Behörden. Zum Beispiel durch Protestaktionen gegen Minenprojekte und Großplantagen bei der sie ihre traditionellen Rechte an Land und natürlichen Ressourcen öffentlich einfordern. Projektaktivitäten von IDL laufen in den Bereichen Rechtsberatung und -hilfe bei Menschenrechtsverletzungen, Demokratie und Menschenrechte, Bildungsarbeit, Öffentlichkeitsarbeit, Forschung und Bürgerbeteiligung, internationale Lobbyarbeit und Advocacy. Gender ist als Querschnittsthema in die institutionelle Politik ihrer Organisation eingeführt, und zieht sich durch alle Arbeitslinien. Insbesondere bei den Bereichen Bürgerrechte und Zugang zu Justiz spielen Genderfragen eine große Rolle.
Die Aufgaben der Fachkraft
Die Aufgaben bestehen in der Unterstützung bei der Umsetzung der erfolgreichen Strategie von IDL in Peru und auch in Kolumbien.
Durch Fortbildungen und Workshops sollen MenschenrechtsverteidigerInnen vor Ort in die Lage versetzt werden, Informationen über Menschenrechtsverletzungen einem deutschen Publikum näher bringen zu können. Dabei ist dies vor allem juristische Begleitung gepaart mit gezielter Lobbyarbeit. Im Einzelnen:
- MenschenrechtsverteidigerInnen dabei zu unterstützen, Verletzungen der Menschenrechte zu dokumentieren. (Neun Präzedenzfälle von Menschenrechtsverletzungen in Peru und Kolumbien sollen der peruanischen, kolumbianischen sowie der deutschen Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden).
- Dem ökumenischen Spektrum der deutschen Öffentlichkeit Informationen in Bezug auf die aktuelle Menschenrechtssituation in den beiden Ländern Lateinamerikas zu geben. Eine Dokumentation, die der Öffentlichkeit Aufschluss über die Bedrohungssituation soll erstellt werden.
- Unterstützung um sich mit internationalen Strukturen der Lobby – und Solidaritätsarbeit zu vernetzen.
- Unterstützung bei der Umsetzung der Empfehlung der peruanischen Wahrheitskommission
- Durchsetzung indigener Rechte auf eine gesunde Umwelt gegenüber Minenprojekten
- In Zusammenarbeit mit dem Regionalbüro von Brot für die Welt werden Seminare und Fortbildungen für Menschenrechtsorganisationen in Peru und Kolumbien geplant. Der Dialog zwischen den Partnern von Brot für die Welt in Peru und Kolumbien soll intensiviert werden.
- Besuchsreisen von ökumenischen Gruppen und/oder Journalisten sollen geplant und begleitet werden.
Die Qualifikation der Fachkraft
- Sozialwissenschaftliches-, Politik- oder Jurastudium mit Schwerpunkt Menschenrechte
- Erfahrung mit internationalen Strukturen der Menschenrechts- und Solidaritätsarbeit
- Ökumenische Einbindung in die Strukturen der evangelischen Kirche in Deutschland
- Erfahrung in der deutschen und internationalen Lobby – und Advocacyarbeit
- Kenntnisse in der Fallarbeit
- Pädagogische Fähigkeiten bei der Durchführung von Workshops, Treffen und Seminaren sowie bei der Erstellung von Fortbildungsmaterial
- Diplomatisches Geschick bei Mittlerfunktion in der Vernetzung der Menschenrechtsorganisationen in Peru und Kolumbien Organisation
- Gutes Spanisch
- Von Vorteil wären Erfahrungen in Lateinamerika
Lebens-und Arbeitsbedingungen
Die Fachkraft wird in Peru und Kolumbien reisen müssen, um Treffen und Workshops zu organisieren.
Die Leistungen des Evangelischen Entwicklungsdienstes
- Individuelle Vorbereitung im Rahmen eines Vorbereitungsvertrages
- Ausreisekurs
- Freie Hin- und Rückreise
- Dreijahresvertrag mit Leistungen nach dem Entwicklungshelfergesetz (EhfG)
- Wiedereingliederungshilfe.
Bitte richten Sie Ihre Bewerbung (Anschreiben mit tabellarischem Lebenslauf) unter Angabe der Bearbeitungsnummer 17286 an
E-Mail:
