Humanitäres Völkerrecht
Es gibt nicht den Schlüssel zu Frieden und Entwicklung im Nahen Osten. Aber eine zentrale Voraussetzung dafür ist eine gerechte Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts.
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Aktuelles
Aufhebung der Blockade gefordert
(29.6./1.7.2010, Brüssel/Bonn) EED und MISEREOR begrüßen den einstimmig angenommenen interfraktionellen Antrag zur Gazablockade im Deutschen Bundestag. Beide Werke befürworten den darin enthaltenen Appell an die Bundesregierung, die Forderung der EU nach einer sofortigen Aufhebung der Gazablockade mit Nachdruck zu unterstützen. Diese Forderung beinhaltet die sofortige, dauerhafte und bedingungslose Öffnung der Übergänge für den Verkehr von kommerziellen Gütern und Personen in und aus dem Gazastreifen.
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Konsequenzen aus dem Angriff auf die Gaza-Flottille gefordert
(31.05.2010) EED und MISEREOR sind bestürzt über die zahlreichen Toten und Verwundeten, die nach dem israelischen Militäreinsatz gegen die Gaza-Hilfsflottille in der vergangenen Nacht zu beklagen sind. Um eine weitere Eskalation der Gewalt zu verhindern, fordern beide Werke die konsequente Einhaltung des humanitären Völkerrechts sowie der Menschenrechte durch alle Konfliktparteien. Hierzu gehört auch ein sofortiges Ende der völkerrechtswidrigen Blockade des Gazastreifens. Die Bundesregierung wird aufgefordert, sich für eine effektivere Durchsetzung dieser Verpflichtungen einzusetzen.
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Droht Deportation aus dem eigenen Land?
(Bonn, 14.04.2010) Nachdem am 13. April zwei israelische Militärverordnungen geändert wurden, befürchten israelische Menschenrechtsorganisationen die Inhaftierung oder Deportation von Palästinensern und Palästinenserinnen aus der Westbank. HaMoked und andere EED-Partner haben sich gegen die Änderungen ausgesprochen und fordern deren Aufhebung.
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Deutsch-israelische Konsultationen enttäuschend
(19.01.2010) Die Hoffnungen, die EED und MISEREOR in die deutsch-israelischen Konsultationen vom Montag gesetzt hatten, wurden enttäuscht: Menschenrechtsfragen blieben bei den Gesprächen offensichtlich ausgespart. Dies ist angesichts der Kontroverse um die israelische Militäroffensive "Gegossenes Blei" mit über 700 zivilen palästinensischen Opfern, einschließlich Frauen und Kindern, sowie der anhaltenden israelischen Blockade des Gazastreifens schwer zu verstehen.
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Ein Schrei der Hoffnung
(Bethlehem/Bonn, 11.12.2009) Palästinensische Christen und Christinnen sehen die israelische Besetzung palästinensischen Landes als Sünde gegen Gott und die Menschheit. Sie appellieren an die Israelis, die Besetzung zu beenden. Dadurch würde eine neue Situation ohne Angst und Bedrohung entstehen, in der Sicherheit, Gerechtigkeit und Frieden herrschten. Liebe und gegenseitiges Vertrauen seien möglich.
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Weitere Meldungen
Naher Osten
Gerechtigkeit schaffen – Frieden den Boden bereiten
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Der Nahe Osten hat grundsätzlich erhebliche Entwicklungspotentiale. Ein großes Entwicklungshindernis der Region ist jedoch die Armut an Rechten und Beteiligungsmöglichkeiten. Unrecht polarisiert und schürt Gewalt. Wo dagegen Recht und Gerechtigkeit sich durchsetzen, wird dem Frieden der Boden bereitet. Zusammen mit unseren Partnern engagieren wir uns daher für nachhaltige und gerechte Entwicklung in der Region Nahost und für die gewaltfreie Bearbeitung ihrer vielschichtigen Konflikte.
Die Stärkung einer pluralistisch ausgerichteten Zivilgesellschaft, in der gemäßigte Kräfte sich für ein friedliches Zusammenleben aller Religionen und Interessengruppen einsetzen, ist das übergreifende Ziel der Programmarbeit. Ergänzend zur Arbeit der christlichen Kirchen, die vor allem im Bereich der sozialen Grunddienste tätig sind, fördern wir im Nahen Osten wichtige Projekte zivilgesellschaftlicher Organisationen. Unsere Partner setzen sich vor allem für Demokratie, Menschenrechte und die Einhaltung des Völkerrechts, friedliche Konfliktbearbeitung sowie die Förderung von Geschlechtergerechtigkeit und Zukunftschancen für Jugendliche ein. Projektbeispiele zur Arbeit unserer Partner finden Sie hier.
Im Rahmen der Gemeinsamen Initiative humanitäres Völkerrecht Nahost unterstützen das Bischöfliche Hilfswerk Misereor und der Evangelische Entwicklungsdienst lokale Organisationen dabei, ihre menschen- und völkerrechtlichen Anliegen auf deutscher und europäischer Ebene wirkungsvoll zu vertreten.