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Aktuelles

Deutsch-israelische Konsultationen enttäuschend
(19.01.2010) Die Hoffnungen, die EED und MISEREOR in die deutsch-israelischen Konsultationen vom Montag gesetzt hatten, wurden enttäuscht: Menschenrechtsfragen blieben bei den Gesprächen offensichtlich ausgespart. Dies ist angesichts der Kontroverse um die israelische Militäroffensive "Gegossenes Blei" mit über 700 zivilen palästinensischen Opfern, einschließlich Frauen und Kindern, sowie der anhaltenden israelischen Blockade des Gazastreifens schwer zu verstehen.
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Ein Schrei der Hoffnung
(Bethlehem/Bonn, 11.12.2009) Palästinensische Christen und Christinnen sehen die israelische Besetzung palästinensischen Landes als Sünde gegen Gott und die Menschheit. Sie appellieren an die Israelis, die Besetzung zu beenden. Dadurch würde eine neue Situation ohne Angst und Bedrohung entstehen, in der Sicherheit, Gerechtigkeit und Frieden herrschten. Liebe und gegenseitiges Vertrauen seien möglich.
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Gaza: Verantwortliche für Kriegsverbrechen müssen zur Rechenschaft gezogen werden
(Genf/Bonn, 16.09.09) Die Goldstone-Kommission legte gestern in Genf ihren Report zum Gaza-Krieg vor. Der UN-Untersuchungsbericht sieht starke Indizien dafür, dass sowohl die israelische Armee als auch palästinensische bewaffnete Gruppen Kriegsverbrechen begangen haben. EED und MISEREOR fordern von der Bundesregierung, sich für eine unabhängige und unparteiische Untersuchung der Vorkommnisse einzusetzen.
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ÖRK-Zentralausschuss fordert Siedlungsstopp
(Genf/Bonn, 03.09.09) Der ÖRK-Zentralausschuss fordert die israelische Regierung auf, das IV. Genfer Abkommen zum Schutz der Zivilbevölkerung vollständig und wirksam einzuhalten sowie den Siedlungsbau als einen ersten Schritt zur Auflösung aller Siedlungen unbefristet einzustellen.
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Internationale Gemeinschaft muss auf uneingeschränkte Untersuchung von Verletzungen des humanitären Völkerrechts und der Menschenrechte drängen
(Bonn / Gaza / Jerusalem, 21.07.2009) Eine Kommission des UN-Menschenrechtsrats untersucht derzeit Vorwürfe von Verletzungen des humanitären Völkerrechts und der Menschenrechte während des Gaza-Kriegs. Der EED fordert alle Parteien auf, die Kommission unter der Leitung des südafrikanischen Richters Richard Goldstone zu unterstützen. Die internationale Gemeinschaft muss die Unabhängigkeit der Kommission sicherstellen und die Konfliktparteien zur Zusammenarbeit mit der Kommission drängen.
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Weitere Meldungen

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Naher Osten

Gerechtigkeit schaffen – Frieden den Boden bereiten

Karte des Nahen Ostens | © EED
show detailsWeitere Informationen über die Arbeit des EED in einzelnen Ländern erhalten sie hier.
Der Nahe Osten hat grundsätzlich erhebliche Entwicklungspotentiale. Ein großes Entwicklungshindernis der Region ist jedoch die Armut an Rechten und Beteiligungsmöglichkeiten. Unrecht polarisiert und schürt Gewalt. Wo dagegen Recht und Gerechtigkeit sich durchsetzen, wird dem Frieden der Boden bereitet. Zusammen mit unseren Partnern engagieren wir uns daher für nachhaltige und gerechte Entwicklung in der Region Nahost und für die gewaltfreie Bearbeitung ihrer vielschichtigen Konflikte.

Die Stärkung einer pluralistisch ausgerichteten Zivilgesellschaft, in der gemäßigte Kräfte sich für ein friedliches Zusammenleben aller Religionen und Interessengruppen einsetzen, ist das übergreifende Ziel der Programmarbeit. Ergänzend zur Arbeit der christlichen Kirchen, die vor allem im Bereich der sozialen Grunddienste tätig sind, fördern wir im Nahen Osten wichtige Projekte zivilgesellschaftlicher Organisationen. Unsere Partner setzen sich vor allem für Demokratie, Menschenrechte und die Einhaltung des Völkerrechts, friedliche Konfliktbearbeitung sowie die Förderung von Geschlechtergerechtigkeit und Zukunftschancen für Jugendliche ein. Projektbeispiele zur Arbeit unserer Partner finden Sie hier.

Im Rahmen der Gemeinsamen Initiative humanitäres Völkerrecht Nahost unterstützen das Bischöfliche Hilfswerk Misereor und der Evangelische Entwicklungsdienst lokale Organisationen dabei, ihre menschen- und völkerrechtlichen Anliegen auf deutscher und europäischer Ebene wirkungsvoll zu vertreten.