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Aktuelles

Engagement unter staatlicher Knute?
(Bonn / Frankfurt / Bangkok, 18.04.2011) In Kambodscha sorgt ein Gesetzesentwurf für heftigen Widerstand: Die Vorlage sieht vor, dass sich alle Menschenrechts-, Hilfs- und Bürgerorganisationen bei den Behörden registrieren müssen. Offiziell soll damit der Status nichtstaatlicher Initiativen geregelt werden. Tatsächlich aber sei das Ziel, die politische Kontrolle über gesellschaftliches Engagement massiv zu erhöhen, kritisieren zahlreiche einheimische und internationale Organisationen. Sie fordern die Regierung in Phnom Penh auf, den Entwurf in seiner jetzigen Form fallen zu lassen.
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Kambodscha plant Kontrollgesetz für NGOs
(Bonn / Aachen, 15.04.2011) Die kambodschanische Regierung steht kurz vor der Verabschiedung eines Gesetzes, das eine Registrierung aller in Kambodscha arbeitenden NGOs und Gruppen erzwingen soll. Der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) und Misereor haben bereits im Januar die Bundesregierung in einem Brief aufgefordert, mäßigend auf die Regierung in Phnom Penh einzuwirken. "Wir erwarten Unterstützung aus der Politik, das Gesetz gefährdet die Arbeit vieler NGOs im Land", fasst Misereor-Geschäftsführer Martin Bröckelmann-Simon die Sorgen der beiden kirchlichen Entwicklungswerke zusammen.
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EU-Indien-Freihandelsabkommen mit neuer Qualität?
(Bonn / Dehli, 07.02.2011) Madhyam: Liberalisierung des Investitionsrechts bedroht Entwicklung
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Lobbyarbeit für indische Ureinwohner
(Bonn / Aachen, 21.12.2010) Obwohl Indien über eine relativ fortschrittliche Verfassung und Gesetzgebung verfügt, schließt die indische Gesellschaft große Bevölkerungsteile wie Kastenlose, Ureinwohner (Adivasi) und Frauen von gleichberechtigter Teilhabe de facto aus. Die Privilegien einiger Weniger werden zunehmend gewaltsam verteidigt. Der soziale Protest wird dagegen oft kriminalisiert.
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EU-Handelsabkommen gefährdet Recht auf Nahrung in Indien
(Bonn / Berlin, 12.11.2010) Anlässlich des Indienbesuchs von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner kritisieren Misereor und Evangelische Entwicklungsdienst (EED) die hartnäckige Haltung der EU bei den Verhandlungen über ein bilaterales Freihandelsabkommen. "In Indien leiden Millionen von Menschen Hunger. Die EU und die Bundesregierung dürfen dort nicht einseitig Exportinteressen europäischer Unternehmen vertreten", warnt Armin Paasch, Handelsexperte von Misereor.
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Weitere Meldungen

China


Center for Integrated Agricultural Development (CIAD)
Internet: http://www.cau.edu.cn/cohd/ciad/index.php

Das Center for Integrated Agricultural Development (CIAD), gegründet 1988, ist ein Institut der China Agricultural University. CIAD entstand in Zusammenarbeit mit der Universität Hohenheim auf der Basis einer Hochschulpartnerschaft und mit unterstützender Beratung der GTZ. Der Projektträger versteht sich als Mittler zwischen nationalen und internationalen wissenschaftlichen Institutionen und der Bevölkerung vor Ort.
CIAD arbeitet als halbprivate Beratungsorganisation in den Bereichen

  • nachhaltige ländliche Entwicklung
  • Frauen in der ländlichen Entwicklung
  • Ausbildung und Beratung (Durchführbarkeitsstudien, Projektplanung, Projektbegleitung und -evaluierung sowie Managementtraining)

Eine wichtige Komponente in den EED-geförderten Projekten ist die Feldforschung in ländlichen Regionen, die Studentinnen und Studenten des Instituts durchführen.

China Association for NGO Cooperation (CANGO)
Land: Deutschland
Internet: http://www.cango.org/english/

CANGO war bis 2001 eine Abteilung des langjährigen EED-Projektpartners China International Economic and Technical Exchanges (CICETE). In dieser Eigenschaft hat CANGO seit Beginn der Förderung chinesischer Projekte durch den EED viele Entwicklungsmaßnahmen zur Armutsbekämpfung durchgeführt. 2001 strukturierte CICETE seine Arbeit um und gliederte CANGO aus - als unabhängigen Dachverband einheimischer Selbsthilfe- und Nichtregierungsorganisationen. Gegenwärtig sind etwa 90 Nichtregierungsorganisationen aus fast allen Provinzen Mitglied des Dachverbandes. Unter diesen Gruppen finden sich sowohl weitgehend unabhängige Selbsthilfegruppen als auch staatliche Stellen, die während der Verwaltungsreform privatisiert wurden. Sie kommen vor allem aus dem sozialen Bereich.

Hong Kong Christian Industrial Committee (HKCIC)
Internet: http://www.cic.org.hk/

Das Hong Kong Christian Industrial Committee (HKCIC) ist eine Fachorganisation des Christenrates in Hong Kong. Sie befasst sich mit Fragen der Industriearbeit und mit den Rechten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im industriellen Sektor von Hong Kong und in anderen Regionen Chinas.

Das HKCIC hat die Aufgabe,

  • die Bedeutung des christlichen Glaubens im Kontext von Industriearbeit aufzuzeigen und zu interpretieren
  • die Arbeit der Mitgliedskirchen in diesem Sektor zu koordinieren
  • Arbeitskontakte zu christlichen Organisationen in China und Übersee aufzunehmen, die im selben Sektor arbeiten - und diese Kontakte zu pflegen.
Mitglieder des HKCIC sind regionale Kirchen unterschiedlicher Herkunft, die Heilsarmee und YMCA/YWCA. Auch nichtkirchliche Organisationen, die die Ziele und Statuten des HKCIC akzeptieren, können Mitglieder werden.

Institute for Rural Development (IRD)
Land: Deutschland

Das Institute for Rural Development (IRD) ist ein unabhängiges Institut der Volksuniversität in Beijing. Seine Projektarbeit dient dem Ziel der Armutsbekämpfung. IRD fördert nachhaltige Entwicklung und ökologisch fundierte Lösungen für Entwicklungsprobleme im ländlichen Raum.
IRD implementiert keine eigenen Projekte. In Kooperation mit der Bevölkerung führen lokale Gebietskörperschaften die Projekte durch. Das Institut versteht sich dabei als Berater, übernimmt die Trägerschaft und die finanzielle Abwicklung. IRD überprüft Konzeption, Planung, technische Durchführbarkeit und Ergebnisse der Maßnahmen.

Social Service Department des Chinesischen Christenrats
Land: Deutschland
Internet: http://www.chineseprotestantchurch.org.cn/en/

Der Chinesische Christenrat (CCC) wurde 1980 mit dem Ziel gegründet, alle chinesischen Christinnen und Christen zu einen und die protestantische Kirche zu leiten. Zusammen mit der "Patriotischen Drei-Selbst-Bewegung" ist der Christenrat auf nationaler Ebene die staatlich anerkannte Organisationsform aller chinesischen Protestanten. Während die Patriotische Drei-Selbst-Bewegung vor allem für "patriotische Bildung" und Beziehungen der Kirche zur Regierung zuständig ist, ist der Christenrat für alle innerkirchlichen Angelegenheiten verantwortlich.

In seiner Anfangsphase baute der CCC zunächst Kirchen (wieder) auf, ließ Bibeln und Gesangbücher drucken und veröffentlichte christliche Literatur. Er ermöglichte eine theologische Ausbildung und förderte den internationalen Austausch. All dies war nötig, weil die Zerstörungen der chinesischen Kulturrevolution (1966-76) den Kirchen ihre Infrastruktur genommen hatten.

Mitte der 90er Jahre begannen Staat und Kirche umzudenken. Sie sahen die Kirchen zunehmend als soziale Dienstleisterinnen. Ergebnis dieses Prozesses war die Gründung eines Social Service Department (SSD) des Christenrates im Jahr 2002. Das SSD kümmert sich um die sozialen Belange der Bevölkerung.

Amity News Service
(englischsprachiger Service des Christenrates):

http://www.amitynewsservice.org



The Amity Foundation
Internet: http://www.amityfoundation.org

Die gemeinnützige Amity-Stiftung wurde 1985 als Nichtregierungsorganisation von evangelischen Christinnen und Christen gegründet. Sie ist bislang die einzige christliche und vom Staat unabhängige Entwicklungsorganisation in China. Die Amity-Stiftung kooperiert bei der Durchführung von Maßnahmen mit lokalen und regionalen staatlichen Stellen, ist in ihren Entscheidungen aber nicht an staatliche Vorgaben gebunden. Amity fördert Entwicklungsvorhaben insbesondere in ländlichen Armutsgebieten im Norden und Westen der VR China. Förderkriterien für die Auswahl der Projekte sind die Bedürftigkeit der Menschen, ihre Initiativkraft und die zu erwartende Nachhaltigkeit der Maßnahmen.

Fidschi


Pacific Theological College - God's Pacific People
Internet: http://www.ptc.ac.fj

1999 gründeten mehrere Kirchen die Organisation 'God's Pacific People'. Ziel war, durch Personalaustausch im Pazifik das lokale Selbstbewusstsein und die eigenen Kapazitäten zu stärken.
Operationaler Träger des Projektes ist das renommierte Pacific Theological College. Der Austausch findet zwischen und innerhalb der Kirchen sowie zwischen Kirchenpersonal und Universitäten, Nichtregierungsorganisationen und anderen Interessierten statt. Er ist meist von kürzerer Dauer.  

Indonesien


ELSAM
Internet: http://www.elsam.or.id

ELSAM ist eine der national und international anerkannten Menschenrechtsorganisationen Indonesiens mit Sitz in Jakarta, die sich speziell in den Bereichen politische Forschung und Advocacy einen Namen gemacht hat. Inhaltlich konzentriert sich die Arbeit von ELSAM auf

  • die Aufarbeitung früherer Menschenrechtsverletzungen inklusive der Erlangung von Gerechtigkeit für Opfer beziehungsweise Hinterbliebene und die (Weiter-)Entwicklung demokratischer Strukturen
  • die Umsetzung wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Menschenrechte und den Schutz vor Konsequenzen von Marktradikalismus, religiösem Fundamentalismus und Lokalpatriotismus

ELSAM kooperiert in verschiedenen Netzwerken von Menschenrechtsorganisationen. Sein Beitrag setzt sich zusammen aus Forschung, Dokumentation und Publikation, Weiterbildung von JuristInnen, Basisgruppen, Rechtsberatung, Advocacy, Kampagnen und Lobby gegenüber politischen Entscheidungsträgerinnen und trägern.



IOA
Internet: http://www.organicindonesia.org/index.php?lang=2

Die Organisation Indonesian Organic Alliance (IOA) setzt sich zum Ziel, landesweit kleinbäuerliche ökologische Landwirtschaft zu fördern und ihren Zugang zu Absatzmärkten lokal und international, unter anderem im Fairen Handel, zu verbessern.

IOA ist ein Zusammenschluss von Mitgliedsorganisationen (NRO, Netzwerken von Landwirtinnen und -wirten, Vermarktungsorganisationen) und Individualmitgliedern (LandwirtschaftsexpertInnen und WissenschaftlerInnen). Im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem EED ist es IOA gelungen,

  • eine eigene Zertifizierungsstelle (BIOCert) aufzubauen, die inzwischen national akkreditiert ist und sich finanziell weitestgehend selbst trägt,
  • erste Zertifizierungsprozesse von kleinbäuerlicher ökologischer Produktion entsprechend den nationalen Standards abzuschließen,
  • mehr als 600 Bäurinnen und Bauern und NRO AktivistInnen in relevanten Themen ökologischer Produktion sowie Vermarktung und Fairen Handels weiter zu bilden und
  • ein partizipatives Garantiesystem für nachhaltige Landwirtschaft zu entwickeln.


LAKPESDAM NU
Internet: http://www.lakpesdam.or.id/

LAKPESDAM ist ein Netzwerk von zehn regionalen, eigenständigen Entwicklungsorga­nisationen, die mit der größten islamischen Massenorganisation Indonesiens assoziiert sind, der Nahdlatul Ulama (NU). Die NU hat landesweit über 30 Millionen Mitglieder, verkörpert im Land liberale Strömungen des Islams und ist ein wichtiger Kooperationspartner christlicher Kirchen für die Gewährleistung religiöser Toleranz in Indonesien. LAKPESDAM orientiert sich am islamischen Glaubensprinzip des „Kamil", die eigene Arbeit wird als Beitrag gesehen zu einem gerechten Indonesien, das die Bedürfnisse und Interessen aller Bürgerinnen und Bürger anerkennt. Um dieses zu erreichen, fördert die Organisation die Bewusstseinsbildung für Menschenrechte, Demokratie und Pluralismus sowie die wirtschaftliche Entwicklung von armen Bevölkerungsgruppen (unabhängig ihrer religiösen Zugehörigkeit). Der EED kooperiert mit der regionalen LAKPESDAM Organisation in Ost-Java.

MBM

Die protestantische Kirche auf Bali leistet durch ihre Entwicklungsorganisation Maha Bhoga Marga (MBM) Entwicklungsarbeit in armen ländlichen und städtischen Regionen Balis. Nachhaltige Landwirtschaft, Klein(st)gewerbeförderung und Basisgesundheitsversorgung stehen dabei im Vordergrund. Die Organisation betreibt unter anderem ein effektives Mikrokreditsystem, sensibilisiert für reproduktive Gesundheit und propagiert die Teilhabe benachteiligter Bevölkerungsgruppen an lokaler Entwicklungsplanung. Im Projektgebiet ist MBM gut verankert und genießt von den Menschen unterschiedlicher ethnischer und religiöser Zugehörigkeit wie auch von Seiten der Regierung große Anerkennung.

PELKESI
Internet: http://www.pelkesi.or.id/

Die Indonesische Christliche Vereinigung für Gesundheitsdienste PELKESI, gegründet 1983, ist ein landesweites protestantisches Netzwerk mit etwa 160 institutionellen Mitgliedern (Krankenhäuser, Krankenpflegeschulen, ländliche Gesundheitsstationen und medizinische Fakultäten) sowie ungefähr 100 Einzelpersonen. Mit seinen Aktivitäten befördert PELKESI eine ganzheitliche Gesundheitsarbeit. PELKESI unterstützt die Qualifizierung in der Gesundheitsvor- und -fürsorge und berät bei der Einrichtung und Durchführung gemeinwesenbezogener Dienste. Außerdem dient der Dachverband als Interessenvertretung auf regionaler und nationaler Ebene. PELKESI wendet sich mit seinem Programm an

  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter protestantischer Gesundheitseinrichtungen
  • etwa 350 GesundheitsmultiplikatorInnen und Basisgruppen, die in Gesundheitsprävention und Krankenversorgung aktiv sind
  • politische EntscheidungsträgerInnen auf lokaler bis nationaler Ebene


PETRASA
Internet: http://petrasaorganic.com/

Die Nichtregierungsorganisation Petrasa widmet seine Arbeit dem Ziel, im Hochland von Nord-Sumatra, vor allem im Distrikt Dairi, die Stärkung der Souveränität bäuerlicher Bevölkerung und den Schutz natürlicher Ressourcen miteinander zu verbinden. Dabei ist es den GründerInnen wichtig, die verschiedenen Kompetenzen und Wirkungskreise von Kirche, NRO und Universität komplementär für die nachhaltige ländliche Entwicklung zu nutzen. Dementsprechend ist Netzwerkarbeit ein Schwerpunkt der Arbeit von Petrasa. In dem 2003 von Bauernvereinigungen und verschiedenen NRO gegründeten regionalen Netzwerk JaPPSA, das sich auf die Förderung nachhaltiger und ökologischer Landwirtschaft und fairen Handel konzentriert, hat Petrasa seit 2008 die Führung übernommen.

SHEEP Indonesia
Internet: http://www.sheepindonesia.org/en/

Die Gesellschaft für Gesundheit, Bildung, Umwelt und Frieden (SHEEP Indonesia) ist eine 2005 gegründete junge und engagierte Organisation, die es als ihr Mandat versteht, Menschen darin zu befähigen und zu bestärken, die eigene Lebenssituation zu verbessern und Rechte einzufordern. SHEEP sieht sich auf der Seite der Machtlosen und Armen, die sie im Sinne von sozialer Solidarität unterstützen möchte. Die Organisation implementiert integrierte Entwicklungsprogramme in verschiedenen Landesteilen (im Rahmen der Kooperation mit dem EED in Aceh) und ist dabei den Prinzipien Transparenz, Rechenschaft, Demokratie, Nachhaltigkeit und Gewaltlosigkeit verpflichtet. Strategische Themen von SHEEP sind:

  • Minderung der Ursachen von struktureller Armut und Marginalisierung
  • Basisorientierte Katastrophenprävention, Disastermanagement und Rehabilitation
  • Konsolidierung und Stärkung der Rolle von Zivilgesellschaft
  • institutionelle Weiterentwicklung und Nachhaltigkeit von SHEEP Indonesia


SOLIDARITAS PEREMPUAN
Internet: http://www.solidaritasperempuan.org

Die landesweit tätige Nichtregierungsorganisation SOLIDARITAS PEREMPUAN (Frauensolidarität für Menschenrechte) wurde 1990 von engagierten Frauen gegründet und hat derzeit rund 800 Mitglieder. Mit ihrer Arbeit möchte SOLIDARITAS PEREMPUAN einen Beitrag dazu leisten, eine feministische Graswurzel-Bewegung in Indonesien aufzubauen, die Frauen in ihrer politischen Einflussnahme stärkt und sich gegen Genderungerechtigkeit wehrt, die aus staatlichen wie nicht-staatlichen Politiken resultiert. SOLIDARITAS PEREMPUAN unterstützt Frauen darin, ihre Rechte in Bezug auf Migration, Menschenhandel, HIV / AIDS, Konflikte über natürliche Ressourcen, Ernährungssicherung und religiösen Fundamentalismus durchzusetzen. Das Programm umfasst Aktivitäten von Kapazitätsbildung, Bewusstseinsstärkung, Unterstützung von Betroffenen, öffentlichen Kampagnen und Lobbyarbeit.

YAK GBKP
Internet: http://www.gbkp.or.id/index.php?option=com_content&view=article&id=15&Itemid=65&lang=en

Die Stiftung Ate Keleng (YAK) ist die Entwicklungsabteilung der protestantischen Karo-Batak Kirche (GBKP) in Nord-Sumatra. YAK GBKP arbeitet mit seinem, auf basisorientierte ländliche Entwicklung fokussierten Programm im hauptsächlich ländlich geprägten Siedlungsgebiet westlich und südlich der Provinzhauptstadt Medan. Die vielfältigen Aktivitäten umfassen die Förderung nachhaltiger Landwirtschaft, lokaler Wirtschaftsentwicklung und angepasster Technologien ebenso wie Bewusstseinsbildung und Advocacy zu ausgewählten Themen wie Klimawandel und Gendergerechtigkeit. Besonders erfolgreich ist die ländliche Entwicklungsbank, die mit einem Spar- und Kreditprogramm verbunden ist. Das Zusammenspiel beider Einrichtungen ermöglicht es armer Landbevölkerung, Schritt für Schritt ihre wirtschaftliche Situation zu verbessern.

YAKKUM
Internet: http://www.yakkum.or.id/

Die protestantische Stiftung für öffentliche Gesundheit (YAKKUM) wurde 1950 von zwei zentral-javanischen Synoden gegründet. Mit seinen zwölf Krankenhäusern in Java und Süd-Sumatra, den dazugehörigen Abteilungen für Gemeinwesenarbeit (unter anderem dem langjährigen und landesweit tätigen EED-Partner CD Bethesda), zahlreichen Geburts- und Poly-Kliniken, einer Rehabilitationsabteilung, zwei Krankenpflege- und einer Geburtshilfeakademien, einer Katastrophenhilfeabteilung (YEU) und einer Pharmafabrik ist Yakkum der größte christliche Verbund von Gesundheitseinrichtungen in Indonesien. Yakkum möchte Beiträge leisten zur Verbesserung des Gesundheitsstands der indonesischen Gesellschaft und zu einer Gesundheitsversorgung entlang der Bedürfnisse und Grundrechte der Menschen. Seine Arbeit leitet das Verständnis, dass „Gesundheit und Wohlergehen von Mensch und Umwelt ein Zeichen und eine Manifestation des Heils Gottes" sind. Dementsprechend ist es Ziel der Organisation, qualifizierte Gesundheitsversorgung pro-aktiv „in alle Schichten der Gesellschaft zu bringen, ohne Unterschiede bezüglich ethnischer Zugehörigkeit, Nationalität, Religion, Glaube, Klasse, Kultur oder Geschlecht", sowie „einen Lebensraum herzustellen, der intakt und gesund für das menschliche Wohlergehen ist".

YAKOMA-PGI
Internet: http://www.yakomapgi.org

Die Kommission für Kommunikation und Massenmedien (YAKOMA) des indonesischen Kirchenrates (PGI) wurde 1971 mit der Zielsetzung gegründet, das Anliegen der Kirche und ihren missionarischen Auftrag besser in der Öffentlichkeit darzustellen. Mit der sich verändernden gesellschaftlichen Situation in Indonesien wandelte sich das Selbstverständnis von YAKOMA. Heute sieht sich die Organisation als kirchliches Bildungszentrum für Medien und Kommunikation. Mit ihrem Programm möchte YAKOMA unter Kirchen- und anderen Gesellschaftsmitgliedern einen Beitrag zur Bewusstseinsbildung für die strategische Rolle von Medien und Kommunikation in der Förderung von Pluralismus und Demokratie leisten.

Kambodscha


Cambodia Center for Study and Development in Agriculture (CEDAC)

CEDAC wurde 1997 von mehreren Agraringenieuren gegründet, die zum Teil in Deutschland studiert haben.
Die Arbeit von CEDAC konzentriert sich auf die Verbesserung der Nahrungsmittelproduktion und die Erschließung zusätzlicher Einkommen für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. CEDAC wendet mit großem Erfolg die Methode "System of Rice Intensification" an. Damit hat sie Kleinbauernfamilien zu einer erheblichen Produktionssteigerung verholfen.

Cooperation Committee for Cambodia (CCC)
Internet: http://www.ccc-cambodia.org

Das CCC wurde 1990 als Dachverband von Nichtregierungsorganisationen gegründet, die in Kambodscha arbeiten. Das CCC formuliert gemeinsame Erklärungen zu wichtigen gesellschafts- und entwicklungspolitischen Anliegen und ist Informations- und Austauschstelle für seine Mitglieder. Der EED unterstützt Kurse zu entwicklungspolitischen Themen, an denen angehende Führungskräfte von NRO teilnehmen. Das Kursprogramm heißt "Analysing Development Issues".

Khmer Youth Association (KYA)

Eine Gruppe von Studentinnen und Studenten mehrerer Universitäten in Phnom Penh gründete 1992 die Khmer Youth Association (KYA). Die Organisation versteht sich als nicht-politische, humanitäre Nichtregierungsorganisation. Ziel ist, junge Menschen am demokratischen Aufbau Kambodschas zu beteiligen.

Die KYA arbeitet mit zahlreichen NRO und Studentenorganisationen im In- und Ausland zusammen. Der EED unterstützt Bildungsmaßnahmen, um die Beteiligung der Zivilbevölkerung an der Umsetzung der Dezentralisierung zu sichern.

Krom Akphiwat Phum (KAWP)

KAWP ist eine kleine ländliche NRO, die 1993 in Battambang von ehemaligen kambodschanischen Flüchtlingen gegründet wurde. Innerhalb der Organisation und in ihren Programmen legt sie großen Wert auf Partizipation. Ziele sind die Stärkung der dörflichen Selbsthilfestrukturen und des Engagements der Bevölkerung. Dadurch sollen das Recht auf Nahrungsmittelsicherheit, der Erhalt von Kulturen und Traditionen und die Einhaltung der Gesetze auf lokaler Ebene gewährleistet werden. KAWP kümmert sich gezielt um besonders arme Familien.

Lutheran World Federation - Cambodia (LWF)
Internet: http://www.lwfcam.org.kh

Die LWF arbeitet seit 1980 in Kambodscha. Zunächst konzentrierte sie ihre Arbeit auf Materiallieferungen zum Wiederaufbau des Landes. Inzwischen verfolgt LWF einen integrierten Entwicklungsansatz.

Die Organisation ist stark in den Dörfern verankert. Neben der Verbesserung der Lebensgrundlagen hilft die LWF vielen Familien, ihre Landrechte durchzusetzen. Sie trainiert auch lokale Führungskräfte, die in den neu gegründeten Gemeinderäten mitarbeiten.

Project Against Domestic Violence (PADV)

PADV entstand in der Folge einer Studie zur häuslichen Gewalt, die in Kambodscha sehr bekannt geworden ist. 

Ziele der Arbeit sind die Verminderung häuslicher Gewalt und die Unterstützung von betroffenen Frauen und Kindern.

PADV

  • leistet Öffentlichkeits-, Lobby- und Informationsarbeit
  • führt Trainings durch
  • setzt sich für die Verbesserung der Gesetze ein
  • fördert die Ausbildung von Polizei, Gesundheitspersonal und Gerichten.


Tean Thor Association (TTA)

Tean Thor Association (Acts of Compassion) arbeitet seit 1994 als Nichtregierungsorganisation. Die NRO ist nicht religiös gebunden und politisch unabhängig. TTA arbeitet vor allem in drei Distrikten der Provinz Battambang. In den 90er Jahren engagierte sich die Organisation besonders in der ländlichen Entwicklung. Seit einigen Jahren widmet sie sich der HIV/Aids-Aufklärung. 

Zum Selbstverständnis von TTA gehört, dass Entwicklung physisch und spirituell stattfinden sollte. Deshalb integriert die NRO traditionelle und spirituelle Elemente in ihre Arbeit.

Der EED fördert Programme zur HIV-/Aids-Bewusstseinsbildung, zum Abbau von Diskriminierungen und zur familiären Pflege in armen Gemeinden.

Malaysia


Women Center for Change
Internet: http://www.wccpenang.org/wcc/

Der Schutz von Frauen und Kindern vor sexueller Gewalt ist das Hauptziel des Zentrums. Prävention durch Aufklärungsprogramme in Schulen im Nordteil von Malaysia, die Beratung von Frauen sowie der Unterhalt eines Frauenhauses in Penang haben vorbildlichen Charakter für das ganze Land. Die Erfahrungen aus der praktischen Arbeit fließen ein in die Bemühungen, im Rahmen der Lobbyarbeit die nationale Gesetzgebung im Sinne der Frauen- und Kinderrechte zu verbessern.

Papua-Neuguinea


Foundation for People and Community Development (FPCD)
Internet: http://www.fpcd.org.pg

Ländliche Entwicklung und der Schutz der natürlichen Ressourcen Papua-Neuguineas sind die Arbeitsschwerpunkte von FPCD. Als Mitglied des internationalen Forest Stewardship Council (FSC) unterstützt die Organisation Produzentenverbände beim Anbau und Export zertifizierten Holzes - und fördert so eine ökologisch nachhaltige Forstwirtschaft. FPCD hat seinen Sitz in Port Morresby und ein Zweigbüro in Madang.

Melanesian Institute
Internet: http://www.mi.org.pg

Das Melanesische Institut mit Sitz in Goroka ist eine ökumenische Studieneinrichtung. Sie fördert Versöhnungsprozesse und das gegenseitige Verständnis unterschiedlicher Religionen und Kulturen im melanesischen Raum. Das Institut legt besonderen Wert darauf, indigene Kulturen zu erhalten und den Einfluss der Globalisierung zu untersuchen.

Nazarener Hospital in Kujip - Community Based Health Care (CBHC)
Internet: http://www.kudjipnazarenehospital.org/

Im Hochland von Mt. Hagen hat das Nazarener Krankenhaus eine zentrale Funktion für die medizinische Versorgung der dörflichen Bevölkerung. Das CBHC-Programm hat in der Umgebung ein umfassendes System gemeindlicher Selbstversorgung aufgebaut. Dabei werden Gemeinden darin begleitet, die Dorfgemeinschaft zu stärken sowie die soziale und wirtschaftliche Situation zu verbessern. Die Bewahrung der lokalen Kultur und der natürlichen Umwelt sind dabei ebenso maßgebend wie die Vorbeugung von gewaltsamen Konflikten.

Philippinen


Community Empowerment Resource Network (CERNET)

CERNET ist ein Zusammenschluss von zehn kirchlichen Organisationen und NRO in Zentral-Visayas. Sein Ziel ist, kleinere Entwicklungsinitiativen in der Region zu stärken, zu beraten und finanziell zu unterstützen. Dazu richtete das Netzwerk einen Kleinprojektefonds ein, der Anträge von Basisorganisationen und sog. Peoples Organisations (PO) unterstützt. CERNET förderte in den letzten drei Jahren über 40 solcher Kleinprojekte.

CONCORD

CONCORD ist ein Konsortium aus 25 Organisationen. Seine Mitglieder sind Kirchenkreise der United Church of Christ (UCCP), christliche Bildungseinrichtungen und Hospitäler sowie private Nichtregierungsorganisationen. Das Konsortium unterstützt seine Mitglieder bei der Verbesserung der Lebenssituation der ländlichen Bevölkerung, z.B. durch Nahrungsmittelsicherung und einkommensschaffende Projekte. CONCORD fördert den Dialog zwischen Christen, Moros und Lumads und hilft dadurch, Konflikte abzubauen.

Institute for Religion and Culture, Philippines (IRCP)

Das ökumenische Institute for Religion and Culture, Philippines (IRCP) wurde 1980 mit dem Ziel gegründet, den Wandel in Kirche und Gesellschaft durch Bewusstseinsbildung kritisch zu begleiten. Besonderes Augenmerk legt das Institut auf den christlichen Glauben und auf politische und historische Zusammenhänge. Seine ursprüngliche Zielgruppe waren Geistliche, doch schon bald dehnte IRCP seine Aktivitäten auf weitere Kirchenmitarbeiter und auf Laien aus.

IRCP kooperiert seit seiner Gründung mit verschiedenen Kirchen und christlichen Organisationen. Das Institut bietet Programme zur Aus- und Weiterbildung von Laien und kirchlichen Amtsträgern an. Der EED unterstützt christlich orientierte Bildungs- und Kulturprogramme.

Montanosa Research and Community Center (MRDC)

MRDC ist eine indigene Nichtregierungsorganisation, die in den Cordilleras tätig ist. Sie unterstützt

  • die Verbesserung handwerklicher und landwirtschaftlicher Praktiken der indigenen Bevölkerung
  • nachhaltige Landwirtschaft
  • Nahrungsmittelsicherung

Ziel ist, die natürlichen Ressourcen und das Ökosystem der Region zu erhalten und die soziale Identität der Igorot-Bevölkerung zu schützen.

Philippine Educational Theater Association (PETA)
Internet: http://www.petatheater.com

Die gesellschaftliche Entwicklung in den Philippinen beeinflussen: Das war die Motivation für die Gründung der Philippine Educational Theater Association (PETA) im Jahr 1967. Die Theatergruppe war regierungskritisch - und so musste die erste Direktorin in den 80er Jahren ins Exil gehen. Doch PETA ließ sich von der Marcos-Diktatur nicht abschrecken: Mit politischen, gesellschaftlich brisanten Themen wurde das Theater weit über die Philippinen hinaus bekannt - und erhielt viele, auch internationale Preise.

Das "Geheimrezept" der Gruppe: PETA führte seine Stücke von Anfang an in der Landessprache auf. Im Laufe der Jahre entwickelte die Gruppe ein Konzept, mit dem sie es Amateuren und professionellen Schauspielern ermöglichte, sozialkritische Theateraufführungen zu gestalten.

Im ganzen Land bildeten sich unter PETAs Leitung Hunderte kleiner Theaterensembles - in Schulen, Kirchengemeinden oder Migrantengruppen. Der EED unterstützt PETA beim Aufbau eines Theaterprogramms, das eine aktive Zivilgesellschaft zum Ziel hat.

Project Development Institute (PDI)

PDI ging Anfang der 90er Jahre aus Projekten hervor, die nach dem Ausbruch des Vulkans Pinatubo enstanden. Heute leistet das Institut wichtige Arbeit zur Verwirklichung der Agrarreform. Es unterstützt Projekte für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern und fordert die Regierung auf, sich für die Umsetzung der Agrarreform einzusetzen. Das Institut engagiert sich intensiv für die indigene Gruppe der Aetas. 

PDI wurde für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnet und zuletzt mit einem sehr guten Ergebnis vom BMZ evaluiert.



Quidan Kaisahan (QK)

Quidan Kaisahan (Solidarity with the nameless ones) ist eine Nichtregierungsorganisation in der Provinz Negros Occidental. Ihr Ziel ist, armen ländlichen Gemeinden ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

QK unterstützt die Gemeinden dabei,

  • die Nahrungsmittelversorgung der Familien zu sichern
  • den Kindern Schulbildung zu ermöglichen
  • für sauberes Trinkwasser zu sorgen
  • arme Menschen an den Entscheidungsprozessen in den Gemeinden zu beteiligen 

QK greift dabei auf die Möglichkeiten der nationalen Dezentralisierungspolitik zurück.



Resources for the Blind (RBI)
Internet: http://www.blind.org.ph

Resources for the Blind, Inc. (RBI) wurde 1988 von dem amerikanischen Arzt Dr. Arthur Lown als gemeinnützige Organisation gegründet. Gemäß dem Gründungsgedanken von RBI sollten mit der Herstellung der ersten philippinischen Bibel in Braille-Sprache spirituelle Bedürfnisse blinder Menschen bedient werden. Seitdem wurde das Programm des Trägers ausgeweitet und weiterentwickelt; neben medizinischen Diensten werden vor allem Ausbildungs- und Fortbildungsmaßnahmen angeboten. Der EED unterstützt ein Programm zur integrativen Bildungsförderung sehbehinderter Kinder in den Philippinen.

Southern Christian College (SCC)

Das Southern Christian College in Nord-Cotabato (Mindanao) engagiert sich für den Dialog zwischen Christen, Moros und indigenen Lumads in der Provinz. 

SCC

  • unterstützt Friedensgespräche
  • bringt Betroffene der verschiedenen Seiten zusammen
  • unterhält das wöchentliche Radioprogramm "Frühstück für den Frieden"
  • bildet Friedensaktivisten aus

Die Organisation verbindet ihre Aktivitäten mit einem ländlichen Entwicklungsprogramm, das allen ethnischen Gruppen zu gute kommt.



Tuburan

Die Nichtregierungsorganisation Tuburan (Quelle) ist eine Initiative von Frauen, die sich nach der Vergewaltigung und Ermordung eines Mädchens zusammentaten, um solche Gewalttaten zu verhindern. Tuburan kümmert sich um die sozialen und wirtschaftlichen Belange von Frauen und Mädchen in einem Distrikt der Provinz Negros Oriental.

Der Organisation geht es um

  • die Sensibilisierung der Bevölkerung für einen gleichberechtigten Umgang zwischen Mann und Frau
  • die Reduzierung von Gewalt gegen Frauen
  • die gezielte Förderung von wirtschaftlichen Projekten, die von Frauen und für Frauen durchgeführt werden.