Nepal
Den Ursachen für politische Konflikte begegnen
In Nepal kooperiert der EED mit einem südasienweiten und fünf lokalen Partnern. Ihre Arbeit konzentriert sich auf
- ländliche Entwicklung
- Friedens- und Menschenrechtsarbeit
- Gleichstellung von Frauen und Männern
- Stärkung der Strukturen von Nichtregierungsorganisationen
Ländliche Entwicklung mit Schwerpunkt Ernährungssicherung
Mangelnde Ernährungssicherheit und die schlechte wirtschaftliche Lage auf dem Land sind mit verantwortlich für die politischen Konflikte in Nepal. Aus den Auseinandersetzungen um eine geeignete Staatsform entbrannte Mitte der 90er Jahre ein bewaffneter Konflikt zwischen maoistischen Rebellen und der Regierung. Dieser Konflikt wird besonders auf dem Rücken der armen Landbevölkerung ausgetragen. Er eskalierte nach dem Putsch des Königs im Februar 2005. Inzwischen steht der Regent einer handverlesenen Regierung vor. Die politische Lage im Land ist weiterhin instabil.
In drei Distrikten Nepals führte Brot für die Welt in Zusammenarbeit mit dem EED eine Studie zu Hunger und Ernährungssicherheit durch. Sie zeigte, dass die Bevölkerung in besonders armen Gebieten weder von Nichtregierungsorganisationen noch von staatlichen Institutionen unterstützt wird.
Der EED fördert deshalb besonders in den Gebieten Projekte, in denen sich bislang niemand engagiert hat. Er unterstützt die Beratung seiner Partner durch Fachleute, die sie motivieren, sich mehr an den Bedürfnissen der Hungernden zu orientieren.
Friedens- und Menschenrechte in der Entwicklungszusammenarbeit
Der EED möchte den Frieden fördern - und nicht ungewollt Konflikte verschärfen. Deshalb unterstützt er Partner bei der Suche nach Instrumenten zu Konfliktlösung und Friedensförderung innerhalb der Entwicklungszusammenarbeit.
Wegen der massiven Menschenrechtsverletzungen fördert der EED Lobby- und Advocacyarbeit zu Menschenrechten und zu einer friedlichen Lösung der Konfliktsituation - in Nepal und auf internationaler Ebene.
Gleichstellung von Frauen und Männern
Im weltweiten Vergleich ist die Situation der nepalesischen Frauen eine der schlechtesten. Die Müttersterblichkeit gehört zu den höchsten der Welt. Nepalesische Frauen haben eine geringe Lebenserwartung und sind am politischen Leben kaum beteiligt. Viele Frauen sind mangelernährt, und die Zahl der Analphabetinnen ist extrem hoch.
Die schwierige Lage der Frauen gilt auch als eine der Ursachen für die politischen Konflikte im Land. Deshalb fördert der EED Projekte, Beratungen und Programme zur Gleichstellung von Frauen und Männern.
Stärkung der Strukturen von Nichtregierungsorganisationen
Erst in jüngster Zeit hat sich in Nepal eine Kultur der Nichtregierungsorganisationen entwickelt. Gerade auf lokaler und regionaler Ebene haben sie großen Bedarf an einer Stärkung ihres Programm-, Organisations- und Finanzmanagement.
Nichtregierungsorganisationen qualifizieren sich mit Hilfe von
- lokalen Beratungsorganisationen
- Projektförderung
- Fachkräften
Zielgruppen der Projektförderung sind die arme ländliche Bevölkerung - besonders Frauen und Mädchen - und Regierungsmitglieder.
Über die finanzielle und personelle Förderung hinaus berichtet der Tourism-Watch-Infodienst des EED über die Situation des Tourismus in Nepal. Der EED unterstützte auch Journalistenreisen und einen Film zur Situation im Land.
