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Unterrichtsmaterialien zur Studie "Zukunftsfähiges Deutschland"
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Die Mehrheit der Armen in Entwicklungsländern ist nicht ausreichend gegen Krankheit oder Einkommensverluste geschützt. In der Februar-Ausgabe von "welt-sichten" wird der Frage nachgegangen, welche sozialen Sicherungssysteme Entwicklungsländer brauchen.
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Evangelischer Entwicklungsdienst

Evangelischer Entwicklungsdienst

Mit dem Evangelischen Entwicklungsdienst e.V. (EED) nehmen die evangelischen Kirchen Deutschlands ihre Entwicklungsverantwortung wahr.

Der EED unterstützt mit finanziellen Beiträgen, personeller Beteiligung und fachlicher Beratung die Entwicklungsarbeit von Kirchen, christlichen Organisationen und privaten Trägern. In dieser weltweiten Partnerschaft beteiligt sich der EED am Aufbau einer gerechten Gesellschaft. Er wendet sich gegen Diskriminierung aufgrund von Rasse, Geschlecht und Religionszugehörigkeit. Zugleich steht der EED damit Menschen bei, die in Not und Armut leben, deren Würde verletzt wird oder die von Kriegen oder anderen Katastrophen bedroht sind. Er ergreift und fördert Maßnahmen, die in Kirche, Öffentlichkeit und Politik das Bewusstsein und die Bereitschaft wecken und stärken, sich für die Überwindung von Not, Armut, Verfolgung und Unfrieden in der Welt einzusetzen und die dazu beitragen können, dass sich die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für eine menschliche Entwicklung verbessern. Um der Menschen in Not und Armut willen arbeitet der EED mit an der Änderung gesellschaftlicher Verhältnisse.

Die Arbeit des EED wurzelt

  • in dem Glauben, der die Welt als Gottes Schöpfung bezeugt,
  • in der Liebe, die gerade in dem entrechteten und armen Nächsten ihrem Herrn begegnet
  • und in der Hoffnung, die in der Gewissheit der kommenden Gottesherrschaft handelt.

Auf Initiative der EKD wurde der EED 1999 von den evangelischen Landes- und Freikirchen unter Einschluss der Alt-Katholiken, der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche und des Evangelischen Missionswerks in Deutschland gegründet. Ihm gehören insgesamt 28 Mitglieder an. Der Aufsichtsrat besteht aus 15 Personen. Den Vorsitz des Aufsichtsrates führt Landesbischof i.R. Dr. Christian Krause. Aus seiner Mitte heraus hat der Aufsichtsrat einen Bewilligungsausschuss gebildet, dessen Vorsitz Präsident Ernst-Joachim Pagenstecher von der Evangelisch-reformierten Kirche inne hat.

Vorsitzender des Vorstands ist Dr. Konrad von Bonin. Weitere Vorstandmitglieder sind Dr. Hartmut Bauer, Monika Huber und Wilfried Steen. Der Sitz des Vereins ist Bonn. Im Berichtsjahr wurden vom EED-Vorstand zwei Beiräte berufen. Als Vorsitzende der Beiräte wurden Pfarrer Bernhard Dinkelaker (Beirat Internationale Programme) und Pfarrerin Dr. Ruth Gütter (Beirat Entwicklungspolitik/ Inland) gewählt.

Der EED ist alleiniger Gesellschafter der Dienste in Übersee (DÜ) gGmbH, die die Voraussetzungen erfüllt, Verträge mit den vermittelten Fachkräften nach den Bedingungen des Entwicklungshelfergesetzes (EhfG) abzuschließen. Die Programme der DÜ gGmbH werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des EED bearbeitet.

Hinsichtlich der finanziellen Förderung ist die Evangelischen Zentralstelle für Entwicklungshilfe e.V. (EZE) Vertragspartnerin des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Die EZE-Mitgliederversammlung ist eng mit dem EED-Aufsichtsrat verknüpft. Die Bearbeitung der vom BMZ bereitgestellten Mittel geschieht ebenfalls durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des EED.

In besonderer Weise kooperiert der EED mit der Aktion Brot für die Welt. Im gemeinsamen Auftrag des EED und von Brot für die Welt wird die Quartalszeitschrift für ökumenische Begegnung und internationale Zusammenarbeit "der überblick" herausgegeben.

Zusammen mit Brot für die Welt und der Deutschen Kommission Justitia et Pax bildet der EED die Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE), wozu er in Berlin ein Büro unterhält.

Im Sinne eines gemeinsamen Wirkens arbeitet der EED mit anderen Trägern zusammen und beteiligt sich am Fairen Handel. Der EED ist Mitglied des Verbandes Entwicklungspolitik deutscher Nicht-Regierungsorganisationen (VENRO) und des Ökumenischen Verbandes Protestantischer Hilfswerke in Europa APRODEV.